09.09.2021 - 13:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Planungen für neues Weidener Tierheim schreiten weiter voran

Der Neubau des Weidener Tierheims bestimmt derzeit die Arbeit des Tierschutzvereins. Im Sommer 2023 soll das neue Tierheim bezogen werden. Mariele Junak stellt nun die aktuelle Planung vor.

Das neue Tierheim wird deutlich größer als das aktuelle. An der Kapazität soll das allerdings nichts ändern.
von Gabi EichlProfil

Mariele Junak, die wiedergewählte Vorsitzende, stellt in der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins die derzeitigen Pläne für das neue Weidener Tierheim vor. Der Neubau wird, wenn auch deutlich größer als das bestehende Tierheim, dieselbe Kapazität haben. Das bedeutet den Worten Mariele Junaks zufolge: 20 bis 25 Hunde, 50 Katzen, 15 Kleintiere, 15 Vögel; wie bisher schon werden keine Exoten, keine nachtaktiven Tiere und kein Wild auf Dauer aufgenommen.

Die aktuell favorisierte Planung sieht laut Junak vor, dass die Hundezwinger alle in Richtung Parkstein untergebracht sind, um den Lärm für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Zudem sei eine Lärmschutzwand geplant. Im Zentrum des Neubaus befindet sich ein Quarantäne-Trakt, der vollkommen autark sein wird. Die Tierärztin der Einrichtung bekommt neben einem Büro auch einen Behandlungsraum für kleinere Eingriffe.

Planung der Details

Dem Terminplan nach befindet sich das Projekt in der Phase der Detailplanung. Baubeginn soll im Frühjahr/Sommer kommenden Jahres sein, der Einzug etwa ein Jahr später. Die Durchführung des Neubaus ist so geplant, dass die Unterbringung der Tiere zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sei, sagt Junak. Das bedeutet, dass zunächst die derzeitigen Zwinger abgerissen werden und dort neu gebaut wird. Der Tierheimbetrieb erfolgt in dieser Zeit im bestehenden Haupthaus. Sollte es zu einer Überbelegung kommen, würden umliegende Tierheime aushelfen. Nach dem Umzug in den Neubau soll der Rest der alten Gebäude abgebrochen, Garagen, Parkplätze und die Hausmeisterwohnung gebaut werden.

Nach aktuellem Stand sind laut Junak Planung und Finanzierung gesichert, der Verein kann seinen Eigenanteil in Höhe von 500.000 Euro leisten. Die 38 Landkreisgemeinden beteiligen sich ausnahmslos mit insgesamt etwa 900.000 Euro, die Stadt Weiden übernimmt 1,75 Millionen Euro. Der Landkreis unterstützt seine Gemeinden auf freiwilliger Basis über 20 Jahre hinweg mit 50 Cent pro Einwohner.

Starke Nachfrage während Corona

Wie ist das Tierheim bisher durch die Pandemie gekommen? Oberstes Ziel war laut Junak, eine Schließung zu vermeiden. Daher wurden alle üblichen Öffnungs- und Besuchszeiten gestrichen, die sogenannten Katzenstreichler- und Gassigeher-Dienste wurden nur noch von Ehrenamtlichen aus dem Vorstand geleistet. Junak spricht von guten Vermittlungszahlen und der bekannt starken Nachfrage während Corona. Die Einschränkung der Besuchs- und Öffnungszeiten gilt nach wie vor, da die Einhaltung der 3G-Regelung mit erheblichem Aufwand verbunden sein werde, so Junak.

Bürgermeister Lothar Höher spricht von dem ganz anderen Verhältnis, das der Mensch heute zu Haustieren habe. Der Tierfriedhof zeige, wie nah Haustier und Mensch inzwischen zusammengerückt seien.

Der Vorstand des aktuell 995 Mitglieder starken Vereins setzt sich nach der Neuwahl wie folgt zusammen: Vorsitzende Mariele Junak, Stellvertreterin Johanna Florian, Schatzmeister Norbert Ziegler, Schriftführerin Susanne Schug. im Ausschuss sitzen Jutta Böhm, Claudia Wenzl, Manuela Fritsch, Sandra Woitusch, Birgit Meier und Silvia Robl; neu im Ausschuss sind Petra Bauer, Bernd Hochstein, Kathrin Plouschka, Christina Bonkoß, Nicole Kolofik-Müller und Udo Junak.

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Der engere Vorstand um Mariele Junak (Vierte von links) mit einer Reihe von Ehrengästen.

 

 

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