"Die Ampel zeigt Rot, also darf ich drüber gehen, oder?", fragt Polizeihauptmeisterin Bernadette Heining die Kinder. "Nein!" rufen diese ihr ganz empört zu. Eigentlich wissen die Kindergarten- und Grundschulkinder also schon ganz gut Bescheid, als sie am Mittwoch in Rothenstadt die Puppenbühne der Weidener Polizei besuchen.
Ganz im Gegensatz zum Kasperl: Dem muss Hund Wuschel mithilfe der jungen Zuschauer den Straßenverkehr noch einmal erklären - denn das Kasperl will dort sogar Ball spielen. Schnell verweisen ihn die Kinder da auf den Spielplatz. Doch eigentlich kann das Kasperl gar nichts dafür: Die böse Hexe Wackelzahn hat ihn nämlich verzaubert, so dass er alles falsch macht. Also helfen alle zusammen, um das Kasperl sicher durch die Straßen zu geleiten. So weiß am Ende des Stücks jeder bestens über den Straßenverkehr Bescheid. Und die böse Hexe wird auch gleich noch von der Polizei verhaftet.
Mit viel Begeisterung bereiten die drei Polizei-Puppenspieler Bernadette Heining, Thomas Nörl und Georg Hüttner nebenamtlich Kinder vor auf den Straßenverkehr. Es mache Spaß und bleibe den Kleinen auf diese Weise auch im Kopf, findet Polizeihauptkommissar Hüttner, der aber bald in Ruhestand geht. Ein Nachfolger lasse sich beim zusätzlichen Zeitaufwand nicht so einfach finden. Aber "es ist uns ein Anliegen, das beizubehalten", sind sich alle drei einig. Und sie sind zuversichtlich, dass das klappt. Schon seit 20 Jahren wird der "verzauberte Kasper" aufgeführt. Dabei erklärte er nicht weniger als 50 000 Kindern die Regeln des Straßenverkehrs.
Busfahrt doch nicht kostenlos
Probleme bei der Anreise zur Puppenbühne in Rothenstadt haben im Vorfeld den Spaß ein wenig getrübt: Die Fahrt im Linienbus war für die Kinder nicht wie geplant kostenlos.
Busunternehmer Wolfgang Wies sagt dazu, dass sich die Gruppen erst einen Tag vor der Fahrt zu kurzfristig angemeldet hätten. Es sei nicht möglich, über 60 Kinder in einem Bus mit nur rund 30 Sitzplätzen zu transportieren, außerdem gebe es auch noch die anderen Fahrgäste. Hätte er früher Bescheid gewusst, hätte er sich eine Lösung überlegen können, doch kurzfristig konnte nur der Einsatz von Extrabussen Abhilfe schaffen. Und die seien natürlich nicht umsonst. Für die Vorstellungen nächste Woche am Rehbühl kontaktiert Wies nun die jeweiligen Einrichtungen und versucht, noch eine kostenlose Lösung zu finden.















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