21.08.2019 - 11:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Realschule: 375.000 Euro für Betonsanierung der Sportstätten

Die Sanierung der Realschul-Sportstätten kostet in einem Punkt weit weniger als anfangs befürchtet. Die SPD will wissen: Was bedeutet das für die Schulgebäude?

Baustellenbesuch in der Schwimmhalle: Baudezernent Oliver Seidel (vorne, links) erläutert der SPD-Fraktion die Sanierungsschritte.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil
Die Betonsanierung bei der Schwimmhalle der Realschulen sollte nach einer ersten Schätzung 800.000 Euro kosten. In der Praxis kommt sie weit günstiger.

Die Arbeiten an den Sportstätten der Realschule laufen auf Hochtouren. Lassen die Erfahrungen dabei Rückschlüsse darauf zu, was mit den ebenfalls stark sanierungsbedürftigen Schulgebäuden geschehen soll? Diese Frage stellt die SPD. Im Bauausschuss gab es nun eine erste vage Antwort. Laut Baudezernent Oliver Seidel hatte der Gutachter für die Betonsanierung Kosten von 800.000 Euro angesetzt. Das Auftragsvolumen habe weit geringer ausfallen können: 304.000 Euro. In der Praxis hätten sich Kosten von etwa 375.000 Euro ergeben.

Diese Erkenntnisse würden natürlich "in den Erneuerungsprozess bei den Realschulen einfließen", sagte Seidel. Voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bauausschusses im September werde ein Gutachter einen Vortrag darüber halten können. Stefan Rank (Bürgerliste) will dabei aber auch eine grundsätzliche Frage geklärt wissen: Wie aussagekräftig sind die Fakten, nachdem eine Schwimmhalle ja ganz anderen Belastungen ausgesetzt sei als ein Schulgebäude?

Bei einem Baustellenbesuch der SPD-Stadtratsfraktion erläuterte Seidel zusammen mit Jutta Häusler, der Leiterin des städtischen Hochbauamts, die Betonsanierung, die schon sehr weit fortgeschritten sei. Auf die vorhandenen Betonsäulen an der Außenfassade wurden neue Säulenköpfe betoniert, die jetzt das Dach tragen. Der neue hölzerne Sichtdachstuhl bringe Vorteile hinsichtlich Akustik und Raumklima, die Bewegungsflächen rund um die Becken werden großzügiger.

Seidel hob hervor, dass weiterhin zwei Schwimmbecken zur Verfügung stehen. „Bei einem Neubau wäre kein gesondertes Nichtschwimmerbecken gefördert worden. Nach der Generalsanierung haben  wir dagegen weiterhin zwei Becken.“ Bei den Gesamtkosten liege man mit 16,2 Millionen Euro weiterhin im Plan. Die Generalsanierung sei zu jedem Zeitpunkt günstiger gewesen als ein entsprechender Neubau.

Bürgermeister Jens Meyer wies auf die geplante Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2020 hin: „Wir müssen alles daran setzen, den Schülern und Vereinen ihre Sportstätten so schnell wie möglich zurückzugeben.“ Bei der Sporthalle wolle sich die SPD für einen verbesserten Zugang vom Süden her einsetzen. Dies sei ein langgehegter Wunsch der Nutzer. Ferner soll geprüft werden, ob dort ein Multifunktionsraum für verschiedene Vereinsaktivitäten möglich ist.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.