18.06.2018 - 10:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Renaissance der Immobilie

Das Interesse an Immobilien in der Region ist ungebrochen. Trotz hoher Preise sind bei der Sparkasse Oberpfalz Nord 1100 Kunden mit einem konkreten Wunsch vorgemerkt. Das Angebot kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten.

Regionaldirektor Rudolf Pitzl und Vorstandsvorsitzender Erwin Bumberger von der LBS informieren in der Sparkasse Oberpfalz Nord mit Vorstand Hans-Jörg Schön und Vorstandschef Ludwig Zitzmann sowie Immobilienfachmann Wilfried Doll (von links) über die Lage auf dem Immobilienmarkt in Bayern und in der Region.
von Martin Staffe Kontakt Profil

(ms) Der markt ist leergefegt. Dennoch hat die Sparkasse Oberpfaz Nord im vergangenen Jahr 125 Objekte für 20,3 Millionen Euro vermittelt, sagte Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schön. Das sei ein Plus von 57 Prozent. "Damit sind wir bei den Sparkassen vergleichbarer Größe in Bayern die Nummer eins", freute sich Schön. Zudem habe die Bank in Weiden und im Landkreis Tirschenreuth Wohnbaukredite in Höhe von 78,5 Millionen Euro ausgegeben. Das Volumen der Kreditzusagen belaufe sich auf dem sehr hohen Niveau von 106 Millionen Euro.

Mit Schön und dem Teamleiter Immmobilienvermittler, Wilfried Dolles, erläuterte Vorstandschef Ludwig Zitzmann die Lage auf dem Immobilienmarkt in der Region und im Freistaat. Unterstützung bekamen die Weidener Banker vom LBS-Vorstandsvorsitzenden Erwin Bumberger und Rudolf Pitzl, Regionaldirektor der LBS Bayern Mitte. Zitzmann sprach angesichts der ausgezeichneten Entwicklung von einer Renaissance der Immobilien.

Besonders begehrt sind Häuser und Vier-Zimmer-Wohnungen im Weidener Osten. Die Quadratmeterpreise betragen hier .... Euro. Aber wenn Lage und Grundstücke passten, seien Immobilien überall zu verkaufen, verriet Doll. In dem Zusamenhang unterstrich er die äußerst positive Entwicklung von Hammerweg und Stockerhut. Im Landkreis Tirschenreuth seien vor allem Kemnath, Tirschenreuth, Mitterteich und Waldsassen gefragt, ebenso in Richtung Bayreuth Speichersdorf überall, wo es viele Arbeitpslätze gibt. Kein Blumentopf ist dagegen entlang der tschechischen Grenze, etwa in Bärnau, zu gewinnen.

Im Raum Weiden kosten gebrauchte Doppel- und Reihenhäuser zwischen 150 000 und 260 000 Euro sowie gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 1000 und 1900 Euro pro Quadratmeter. Im Landkreis Tirschenreuth sind gebrauchte Doppel- und Reihenhäuser zwischen 30 000 und 180 000 Euro zu haben, gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 250 und 1250 Euro je Quadratmeter. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich, dass in beiden Regionen vor allem die Preise für attraktive Objekte in gefragten Lagen gestiegen sind. Bei gebrauchten Doppel- und Reihenhäusern in bevorzugter Lage beträgt das Plus jeweils etwa 20 Prozent.

Trotz der Preisanstiege bleibt Wohneigentum für Selbstnutzer attraktiv, wie das Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt hat. Die Wissenschaftler haben bundesweit die Kosten von Eigentümern mit denen von Mietern verglichen. Demnach liegt der Kostenvorteil von Eigentümern in Weiden und Tirschenreuth bei 40 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Bauherren und Immobilienkäufer bei der Finanzierung von den extrem niedrigen Zinsen profitieren, die die Preissteigerungen abmildern oder sogar überkompensieren, während Mieter diesen Vorteil nicht haben.

Die Nachfrage der Bausparer ist weiter enorm. Von Januar bis April 2018 beträgt die Bausparsumme des Kreditinstituts 35,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn die Zinsen seit Anfang des Jahres um 0,5 Prozent auf gut 2 Prozent zugelegt haben, sind sie immer noch historisch günstig. Appell der Banker: Wer will und es sich leisten kann, sollte sich jetzt Wohneigentum schaffen und den niedrigen Zinssatz langfristig sichern. Hinzu kommt das Baukindergeld von Bund und Land. Das macht bei einer Familie mit zwei Kindern bis zu 40 000 Euro aus.




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