21.07.2021 - 12:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Rotes Kreuz startet ins Hochwassergebiet

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Mit vier Fahrzeugen und mehr als einem Dutzend Helfer machte sich am Mittwochmorgen eine Hilfsmannschaft des Roten Kreuzes Weiden-Neustadt/WN in Richtung Hochwassergebiet Eifel auf. Für die Männer und Frauen eine Fahrt ins Ungewisse.

Christian Lenk (Kirchenthumbach) und Feldkoch Joachim Schmid fahren im LKW mit dem Anhänger "Gulaschkanone".
von Autor hczProfil

Bereits am Montagabend waren die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung des BRK Weiden-Neustadt/WN in Bereitschaft versetzt worden. Ab da konnte es jeden Moment losgehen für die Helfer. Am Dienstag um 18.30 Uhr erfolgte dann endlich der Befehl zum Ausrücken.

Innerhalb kürzester Zeit stellten Kreisbereitschaftsleiter Thomas Rauch, die Katastrophenschutzbeauftragten Hartmut Ordnung und Sebastian Windschügl sowie der Fachdienstleiter Betreuungsdienst Florian Eibl die Freiwilligenmannschaft zusammen. Am Mittwoch um 8 Uhr ging es dann los.

Helfer aus ganzem Landkreis

Mit dabei sind die Vohenstraußer Kilian Völkl und Klaus Bodensteiner, Andrea Ubrig, Silvia Pfendt und Sophia Schieder von der BRK-Bereitschaft Windischeschenbach, aus Rothenstad: Nico Peters und Manuela Prößl, Andrea Fürst aus Pressath sowie Christian Lenk, Kevin Goß, Jonas Pleßgott und Manfred Sendlbeck aus Kirchenthumbach. Sendlbeck mit seinen 65 Jahren ist der Senior, während die 18- jährige Sophia Schieder das Nesthäkchen der Truppe ist.

Der 46-jährige Feldkoch und Ausbilder für Feldköche Joachim Schmid kam aus Regensburg dazu. Sowohl Helfer als auch Betroffene brauchen Essen in jeder Notlage – und diese Aufgabe übernimmt Schmid. "Das Rohmaterial für die Speisen wird vor Ort von der Einsatzleitung bereitgestellt", berichtete er. Bis zu 500 Portionen kann er dann damit pro Mahlzeit kochen: Braten, Nudelgerichte, Eintopf. Schmid ist seit 1992 beim Roten Kreuz und erfahren – er war bereits bei Einsätzen in Deggendorf, Simbach, Dresden und 1999 in Mazedonien dabei.

Einsatzaufträge erst vor Ort

Mit guten Ratschlägen, Sicherheitshinweisen und besonders der Bitte, wieder gut heim zu kommen, verabschiedeten am Mittwochmorgen BRK-Kreisverbandsvorsitzender Landrat Andreas Meier, Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer und Chefarzt Gerhard Wührl die Helfer.

Meier würdigte die große Hilfsbereitschaft, die den von der Hochwasserkatastrophe Betroffenen entgegengebracht wird. „Die Bilder, die man sieht, verheißen nichts Gutes“, prophezeite Wührl den Rotkreuzlern. Aber dank ihrer hervorragenden Ausbildung würden sie „jede Herausforderung professionell meistern“. Galitzdörfer lobte das „starke Ehrenamt“. Viele der Freiwilligen hätten in ihrem Hauptberuf Urlaub genommen.

Voraussichtlich wird der Einsatz bis Samstag dauern. Erst wenn sie angekommen sind im Landkreis Ahrweiler erhalten die Männer und Frauen von der zentralen Einsatzleitung ihre Einsatzaufträge.

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung kümmert sich üblicherweise vor allem um unverletzte Betroffene in einer Großschadenssituation, stellt Notunterkünfte auf und hilft psychisch und physisch. Die SEG Verpflegung ist für Essen und Trinken zuständig. Mit einem LKW und dem Feldküchenanhänger – im Volksmund „Gulaschkanone“ genannt – kann sie von überall her angefordert werden.

Es sind bereits Einsatzkräfte aus der Oberpfalz in NRW und Rheinland-Pfalz

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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