Weiden in der Oberpfalz
13.09.2018 - 15:09 Uhr

"Sahnestückchen für den Opernlaien"

Weiden und Marienbad feiern zehnjähriges Städtepartnerschaftsjubiläum. Gegenseitige Gastgeschenke, ein Schulprojekt über die gemeinsame Vulkanregion und zwei gemeinsame Konzerte würdigen die Freundschaft.

"Singing Witt" und das Westböhmische Sinfonieorchester beim gemeinsamen Auftritt in Marienbad: Bald wird es erneut einen gemeinsamen Auftritt geben. Bild: exb/Peter Klein
"Singing Witt" und das Westböhmische Sinfonieorchester beim gemeinsamen Auftritt in Marienbad: Bald wird es erneut einen gemeinsamen Auftritt geben.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war am Montag voll des Lobes, als er an das gemeinsame Gala-Konzert von "Singing Witt" und dem Westböhmischen Symphonieorchester vom vergangenen Mai im Marienbader Gesellschaftshaus "Casino" erinnerte: "Ein Genuss. Der ganze Saal war begeistert."

Vor dem Hintergrund der zehnjährigen Städtepartnerschaft mit Marienbad findet am 3. November in der Max-Reger-Halle abermals ein gemeinsames Konzert statt. In diesem Zusammenhang hatte Seggewiß am Montag Stefanie Zühlke-Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung von Witt Weiden und Dirigentin von "Singing Witt", sowie Petra Vorsatz, Leiterin des Kulturamts, zu einem Gespräch ins Alte Rathaus eingeladen.

Das werde "ein Sahnestückchen für den Opern-Laien", raunt Seggewiß. Geplant sei "das Beste aus allen Opern", ergänzt Zühlke-Schmidt. Das Publikum könne sich beispielsweise auf Stücke von Beethoven oder Verdi freuen, aber etwa auch auf die Filmmelodie aus "Drei Nüsse für Aschenputtel" von Karel Svoboda - alles "Kunstschätze der klassischen Musik". Der Dirigentin sei es wichtig, "Klassik für die breite Masse der Bevölkerung" attraktiv zu machen.

"Singing Witt" zeichne sich durch Gemeinschaft aus, betont die Dirigentin. Die Gruppe besteht aus rund 55 Sängern, allesamt Mitarbeiter der Witt-Gruppe und hauptsächlich Laien ohne Chor-Erfahrung. Einmal pro Woche proben sie während ihrer Mittagspause. Und es gebe sogar Anträge auf zweimaliges Proben pro Woche, betont Zühlke-Schmidt.

Seit siebeneinhalb Jahren gibt die Gruppe vier bis fünf Benefizkonzerte jährlich - das bringe "jedesmal cirka 20 000 Euro für gute Zwecke" ein. "Singing Witt" zeichne sich durch "Perfektion und Freude am Singen" aus, wobei die Dirigentin die Freude der Perfektion vorziehe: "Das spürt man an jedem Ton." In Marienbad habe es sogar "ein spontanes Zusatzkonzert vor der Halle" gegeben, schwärmt Vorsatz und betont: "Für das Konzert in Weiden gibt es noch Karten."

Zusätzlich zu den gemeinsamen Konzerten sei von beiden Städten bereits einiges unternommen worden, um die Städtepartnerschaft zu würdigen, betont Vorsatz. So habe es ein gemeinsames Schulprojekt mit Schülern des Kepler-Gymnasiums und Schülern aus Marienbad gegeben, bei dem eine zweisprachige Broschüre über die gemeinsame Vulkanregion erarbeitet wurde. Bei ihrem Aufenthalt in Tschechien habe die Stadt Weiden als Gastgeschenk einen Holzzug für einen Waldspielplatz überreicht. Am 22. September kommt eine Marienbader Delegation zum Herbstfest, dem "Fest der Freunde", zum Weiden-am-See-Platz und werde bei dieser Gelegenheit einen Schachtisch überreichen.

 
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