Weiden in der Oberpfalz
26.07.2018 - 10:14 Uhr

Sandstürme am Unteren Markt in Weiden eindämmen

Die Gäste der Straßencafes werden eingenebelt. Grund dafür ist der feinkörnige Granitsplitt, der bei Windböen zu einem Sandsturm wird. Ein Austausch des Materials in der Anlage östlich des Alten Rathauses ist von der CSU angedacht.

Die CSU sucht beim Ortstermin nach kurz- und langfristigen Lösungen gegen die "Sandstürme" am Unteren Markt. Bild: Dobmeier
Die CSU sucht beim Ortstermin nach kurz- und langfristigen Lösungen gegen die "Sandstürme" am Unteren Markt.

Viele Besucher der Fußgängerzone schwärmen vom italienischen Flair in der Altstadt Weidens. Doch bedingt durch den trockenen Sommer werden bei böigem Wind die feinen Steinchen in Speisen und Getränke geweht. Die CSU-Fraktion mit Vorsitzenden Wolfgang Pausch und der CSU-Ortsverband Stadtmitte mit Christian Salzhuber sprach bei einem Ortstermin am Mittwochabend mit Gastronomen, um nach Lösungen zu suchen.

"Die Ruheoase ist nicht schlecht", sagte Baudezernent Oliver Seidel. Sie ist Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs Anfang der 1980er Jahre, als die Autos in der neu errichteten Fußgängerzone aus der Innenstadt verbannt wurden. Das ursprünglich fünf bis zehn Zentimeter tiefer liegende Niveau der mit Bäumen bepflanzten Anlage entpuppte sich als Stolperfalle. Es erfolgte die Auffüllung mit Granitsplitt von null bis elf Millimeter Körnung. Bei stärkeren Windböen werde der Feinanteil aufgewirbelt. Auch die Bäume, die Schatten spenden und zum Eis essen auf den Bänken einladen, leiden unter der Auffüllung der zusätzlichen Schicht, erläuterte Seidel. Der Baudezernent will mit dem Büro SEP aus München, das damals den Wettbewerb gewann, Kontakt aufnehmen und nach Lösungen suchen.

Der Gastronom Alexandros Smardenkas, der seit 23 Jahren am Unteren Markt sein griechisches Restaurant "Pallas" betreibt, bestätigte die schwierige Situationen. Immer wieder stünden Gäste bei starkem Wind mit ihren Gläsern und Tellern auf. Laut Rudi Prichta beeinträchtigt der Sand auch den Wochenmarkt, wo Lebensmittel angeboten werden. Stadtrat Hans Sperrer sah die Stadt in der Pflicht. Als kurzfristige Lösung kam das Benetzten mit Wasser ins Gespräch. Stadtrat Heiner Vierling könnte sich auch eine Kiesschicht als momentane Notlösung mit vier bis acht Millimeter Körnung vorstellen. Stadtrat und Radfahrer Hans Forster regte die Konzentration der Fahrräder an Fahrradständern am Oberen und Unteren Markt und im Bereich des Alten Rathauses an, um ein sauberes Innenstadtbild zu erhalten. Auch E-Bike-Ladestationen wären integrierbar. Smardenkas schlug die Finanzierung über Werbung an den Fahrradständern an.

Pausch kündigte bezüglich der Sandsturm-Problematik einen Antrag der CSU im Bauausschuss an.

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