Weiden in der Oberpfalz
04.04.2019 - 17:11 Uhr

Schande für die deutsche Politik

Jedes sechste Kind und drei Millionen Rentner leben in Bayern in Armut. Es sei eine Schande für die deutsche Politik, wenn die Endstation Armenhaus heißt und nur mit der Hilfe der Tafeln im Rücken die Not gemildert werden kann.

Der VdK Weiden Süd mit Vorsitzendem Harald Allgeier (Dritter von links) ehrt seine treuen Mitglieder. Die VdK-Kreisgeschäftsführerin Sarah Kellner (Zweite von links) stellt sich im Ortsverband vor. Bild: Dobmeier
Der VdK Weiden Süd mit Vorsitzendem Harald Allgeier (Dritter von links) ehrt seine treuen Mitglieder. Die VdK-Kreisgeschäftsführerin Sarah Kellner (Zweite von links) stellt sich im Ortsverband vor.

Das stellte VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer bei der Hauptversammlung des VdK Süd im Café Zeitgeist im Maria-Seltmann-Haus fest. Der VdK-Kreisverband Weiden-Neustadt ist in 28 Ortsverbänden mit etwa 8000 Mitgliedern organisiert und Rewitzer wisse, was der VdK Weiden-Süd als großer Ortsverein leiste.

Vorsitzender Harald Allgeier begrüßte zahlreiche Gäste. Schriftführerin Gisela Musal berichtete im Rückblick von acht Ausflügen. Der Jahresurlaub ging ins Salzburger Land nach Tweng.

Erstmals zu Gast, stellte sich Sarah Kellner als neue VdK-Kreisgeschäftsführerin vor. Sie ist seit 1. Juli vergangenen Jahres im Amt. Von den Ehrenamtlichen lebe der VdK, sagte sie. 2018 verlief der Mitgliederzuwachs weiter positiv und stieg um weitere 25.000 auf etwa 700.000 in Bayern. Der VdK-Dachverband setzte sich für die Mütter- und Erwerbsminderungsrente und die Wiedereinführung der paritätischen Krankenversicherung für Arbeitnehmer ein. Wenn alle einen fairen Lohn erhielten, wäre das Thema Grundrente nicht nötig. Aber um über der Grundrente zu liegen, wäre ein Mindestlohn von 12,63 Euro nötig, rechnete Kellner vor. Bei aktuell 9,19 Euro Mindestlohn könne dies nicht funktionieren. Der VdK Bayern will sich zusammenschließen und die Geschäftsführerin kündigte eine Demo in München für mehr soziale Gerechtigkeit an.

Stellvertretende Kreisvorsitzende Carola Brust wies als Frauenbeauftragte auf die Informationen zu 100 Jahre Frauenwahlrecht hin. Sie regte an, aktuelle Themen als Diskussions- und Veranstaltungsgrundlage mitzuteilen. Zur Messe „Die 66“ am Sonntag, 5. Mai, nach München mit Abfahrt um 7 Uhr an der VdK-Geschäftsstelle sind noch Plätze frei. Anmeldung bei Ortsvorsitzendem Harald Allgeier.

Ehrungen:

Die ältesten zu ehrenden VdK-Mitglieder konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Weitere langjährige Mitglieder erhielten Urkunden, Präsente und VdK-Treuezeichen. 70 Jahre Hubert Scholz und Anton Buczek, 40 Jahre Karolina Hammerl; 30 Jahre Walter Kick, Helga Dohn, Eveline Thalib, Franz Jobst, Günter Fleißner, Kunigunda Dotzlaw, und Xaver Kellner; 25 Jahre Michael Rückbrodt, Herbert Titze, Otto Dellner, Sigrid Heimler, Renate Rüster, Resi Bartsch, Inge Fischer, Rosa-Margarita Abalo-Nores, Waltraud Ebneth, Peter Dobner, Anneliese Schunck, Georg Riedl, Maria-Anna Senft, Anna Lebegern und Maria Gruber. (rdo)

 
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