19.09.2019 - 14:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schneehelfer-Nadel für THW-Ehrenamtliche

Im Januar haben starke Schneefälle in Oberbayern, im Allgäu und im Bayerischen Wald zu einer ernsten Gefahrenlage geführt. In fünf bayerischen Landkreisen wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Nun bekommen THWler die Schneehelfer-Nadel.

Die Mitglieder des THW bekommen eine Ehrung für ihr Engagement zur Zeit der Schneefälle.
von Reinhard KreuzerProfil

Damals zeigte sich, dass das bayerische Hilfeleistungssystem funktioniert hat. Das Technische Hilfewerk (THW) Weiden war mit vor Ort. In einem Festakt hat eine Reihe von Mitgliedern nun die Schneehelfer-Nadel überreicht bekommen.

Im Kultursaal Hans Bauer legte für diese Ehrung Oberbürgermeister Kurt Seggewiß seine Bürgermeisterkette um. Er sagte: „Ich halte keine Schuld dingender, als jenen Dank zu sagen, die sich ehrenamtlich und unentgeltlich für Mitmenschen engagierten.“ Das THW mit seinen aktiven Mitgliedern, ein wertvolles Rückgrat der Gesellschaft, habe sich an der Hilfe beteiligt. Sie kümmerten sich um die Gefahrenlage, schippten Schnee von Hausdächern, räumten umgestürzte Bäume aus dem Weg und sicherten mit der Lebensmittelversorgung in den abgeschnittenen Gebieten für Verpflegung. „Sie alle sind ein Vorbild für die jüngere Generation, sind bereit ihre Freizeit zu opfern und sorgten für Sicherheit der Mitmenschen. Die heutige Auszeichnung soll einer der schönen Momente sein, an die sie sich gerne zurück erinnern“, sagte Seggewiß.

Ortsbeauftragter Andreas Duschner blickte zurück und sagte, dass neben den vielen Hilfsorganisationen, Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr auch das THW gut zusammen gearbeitet habe. „Wir haben unbürokratisch geholfen, beordert wurden alle 111 bayerischen THW-Ortsverbände. Die Anforderungen liefen über den Leitungs- und Koordinierungsstab der Dienststelle des THW-Landesbeauftragten in München. Beim Ortsverband Weiden wurde die erste Bergungsgruppe am 11. Januar beordert, 23 ehrenamtliche Kollegen waren es insgesamt“, sagte Duschner.

Sie leisteten 1829 Stunden Einsatz und legten mit acht Einsatzfahrzeugen 8086 Kilometer zurück. Die Kraftfahrer hatten zu Beginn mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, die Straßenverhältnisse waren angespannt. „So setzten sich zwei Bergungsgruppen mit Muskelkraft ein, um die Schneelast von Dächern zu räumen. Mit dem Radlader haben sie weitere Straßen und Wege von Schnee befreit und mit Lkw-Kippern den Schnee auf Sportplätze gefahren. Der Zugtrupp kümmerte sich um Einsatzaufträge, ebenso wie um Personal- und Materiallogistik. Es klappte alles Hand in Hand.“

Die Stadt Weiden zeigte sich stolz, mit dem Ortsverband in der Gefahrenabwehr einen verlässlichen Partner zu haben. Im Namen von Ministerpräsident Markus Söder und Minister Joachim Herrmann verlieh Kurt Seggewiß die Schneehelfer-Nadel an 23 Helfer. Im Katastrophengebiet waren Falco Bauer, Jan Braunreiter, Sebastian Bürger, Lukas Dellinger, Andreas Duschner, Wolfgang Duschner, Heiko Engelbrecht, Anja Grötsch, Wolfgang Gollwitzer, Sebastian Käs, Markus Koller, Jürgen Kurzwart, Julian Meier, Michael Meier, Marcel-Rene Meier, Richard Meier, Michael Raab, Stefan Reitzig, Thomas Riedl, Thomas Schiller, Patrick Strobl, Verena Wolfrath und Johann Zitzmann. Bei der Vor- und Nachbereitung des Einsatzes im Ortsverband waren auch Jakob Dellinger, Stefan Duschner, Heiko Glökler, Andreas Grötsch, Tobias Kloppmann, Carina Koller, Jürgen Thoma und Tamara Ulrich involviert.

Es gratulierten die Bürgermeister Jens Meyer und Lothar Höher sowie Landtagsabgeordneter Christoph Skutella und die Stadträte.

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