01.12.2020 - 12:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schützenhilfe für West IV aus dem Rathaus Weiherhammer

Über Amtshilfe freut sich jeder Bürgermeister. Im Fall von OB Jens Meyer ist es jüngst eine E-Mail aus dem Rathaus in Weiherhammer.

Auch wenn die Flachglas Wernberg wohl nicht auf diesen zehn Hektar bauen wird, sind die beiden Bürgermeister von Weiherhammer zuversichtlich die erst 2019 gerodeten Flächen im Industriegebiet "Weberschlag" schon bald mit anderen Firmen füllen zu können.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Wie Jens Meyer in der Stadtratssitzung am Montag mitteilte, hat ihn Weiherhammers Vize-Bürgermeister Severin Hirmer angeschrieben. Er, der Oberbürgermeister, solle sich keine Sorgen machen, dass Weidener Firmen nun in den Landkreis abwandern, weil in Weiherhammer unverhofft wieder Platz für neue Betriebe sei. Nachdem die Ansiedlung von großen Teilen der Flachglas Wernberg im Industriegebiet "Weberschlag" auf der Zielgeraden noch in den Graben gegangen sei, würden bei der Gemeinde laufend Anfragen von Mittelständlern eingehen, die sich nach den gerodeten zehn Hektar erkundigten.

"Weidener Firmen sind nicht dabei, die Anfragen kommen bislang nur aus den Kreisen Neustadt und Tirschenreuth", sagt Weiherhammers Rathauschef Ludwig Biller auf Nachfrage. Rund ein Dutzend Unternehmen hätten bei der Gemeinde angeklopft, seit Mitte November öffentlich bekannt wurde, dass die Flachglas einen Rückzieher macht. Das bedeute, dass die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Region nach wie vor hoch sei. Dies würde auch die Weidener Pläne für West IV stützen, wobei Hirmer einräumt, dass die Flächen in Weiherhammer und Weiden von der Dimension her schon nicht zu vergleichen seien. Für West IV sind 47 Hektar vorgesehen.

Deshalb habe er auch an Meyer geschrieben. "Man wundert sich eben, dass im Neuen Tag Leserbriefe erscheinen, die meinen, man könne statt West IV jetzt ganz einfach Weiherhammer nutzen. Das wollte ich dem OB zu verstehen geben."

Unter den Interessenten seien Handwerksbetriebe genauso, wie verarbeitendes Gewerbe. Ein größerer Industriebetrieb wie die Flachglas sei nicht darunter. "Der wäre ideal, denn der könnte sofort zu bauen anfangen", erklärt Biller. Für die kleineren Interessenten müsse aber der Gemeinderat erst wieder den Bebauungsplan ändern. Das soll Anfang nächsten Jahres geschehen. Laut Hirmer ist aus den Anfragen vor allem herauszulesen, dass für etliche Firmen vor allem der Gleisanschluss im "Weberschlag" attraktiv sei. Darunter seien Alteingesessene, die Erweiterungsmöglichkeiten suchten.

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