27.02.2019 - 15:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sechs Länder in zehn Tagen und keineswegs müde

„Satan“ überzeugt auf seiner „Cruel Winter“-Tour im „Salute“ mit leidenschaftlichem Auftritt. Auch die schwedischen Vorbands „Screamer“ und „RAM“ sind hörenswert.

Die englischen Heavy Metal-Veteranen „Satan“, links Sänger Bran Ross, mischten das „Salute“ auf. Bild: „Salute“/Danny Jakesch
von Autor LSTProfil
Die schwedische Band „RAM“ um Sänger Oscar Carlquist heizte als Vorband das Publikum so richtig an. Bild: „Salute“/Danny Jakesch

Sechs Länder in zehn Tagen – dennoch zeigten sich die englischen Heavy Metal-Ikonen „Satan“ im Rothenstädter Rockmusikclub „Salute“ keineswegs müde. Ganz im Gegenteil: Auf ihrer „Cruel Winter“-Tour legten sie auch dort einen leidenschaftlichen Auftritt hin. Wobei sich im vollbesetzten „Salute“-Saal die schwedischen Vorbands „Screamer“ und „RAM“ als zwei hörenswerte Support-Acts präsentierten.

„Das war ein hammermäßges Konzert“, resümierte ein zufriedener „Salute“-Chef Thomas Bauer. „Was aber auch im Vorfeld irgendwie klar war, denn so ein Line-Up hat man nicht alle Tage zu Gast.“ In der Tat bewiesen schon zum Auftakt des Abends die fünf jungen Schweden von „Screamer“, dass sie ihr Handwerk bestens beherrschen. Mit dem ersten Song „Demon Rider“ vom „Phoenix“-Album wurde die Richtung vorgegeben. „Screamer“ präsentierte freche und schwere Riffs, gepaart mit mehrstimmigem Gesang. Die Schweden gaben einen Rundumschlag durch ihr komplettes Repertoire, von „Adrenaline Distractions“ vom gleichlautenden Album aus 2011, ihrem EP-Namensgeber „Monte Carlo Nights“ und dem ganz neuen „Highway Of Heroes“.

Weitaus wilder und ganz nah an einer Black Metal-Band dran, traten dann „RAM“ auf. Mit viel Energie gab „RAM“ Songs wie „Return Of The Iron Tyrant“ und „Eyes Of The Night“, beides Stücke vom „Svbversvm“-Album aus 2015 zum Besten. Die Gruppe rund um Sänger Oscar Carlquist überzeugte das „Salute“-Publikum, nicht zuletzt, weil auch das Stück „Infuriator“ der krönende Abschluss eines durchwegs gelungenen Auftritts war.

Besser geht es nicht? Doch, tat es! „Satan“ um Sänger Brian Ross stand 2018 nicht umsonst in vielen Metal-Best-of-Listen. Ihr Sound war schlichtweg klasse, die Engländer gefielen im „Salute“ mit einem Einblick in ihre Diskografie: Von „Court In The Act“ (1983), über „Life Sentence“ (2012), „Atom By Atom“ (2017) und dem aktuellen „Cruel Magic“ hatten sie alles im Gepäck. Vor allem Ross zeigte sich in Höchstform, seine Ansagen vor den Songs, die über Selbstmordattentäter bis hin zu „Dr. Who“ reichten, waren durchaus kreativ. Nicht zu vergessen Russ Tippins, Gitarrist und zweite Stimme, durch den der Titeltrack „Cruel Magic“ fast schon besser als auf der Platte klang. Erst nach einigen Zugaben, die mit „Testimony“ endeten, durften „Satan“ nach einem leidenschaftlichen Gig von der Bühne.

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