04.07.2019 - 17:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Segen für Satzung Christkindlmarkt

Es ist eine stille Übereinkunft. Ein Gremium aus den Marktkaufleuten bestimmt, wer zum Christkindlmarkt aufbauen darf. Eine umstrittene Praxis, der jetzt ein Riegel vorgeschoben wird.

Neue Regeln müssen die Marktkaufleute bei ihrer Bewerbung zum Weihnachtsmarkt in Weiden beachten.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Das Frühlingsfest veranstaltet die Stadt Weiden seit jeher. Seit zwei Jahren organisiert sie das Volksfest. Und nun ist sie auch für die Vergabe der Standplätze beim Christkindlmarkt zuständig. Sie tritt damit in die Fußstapfen der Arbeitsgemeinschaft der Marktkaufleute, die bisher die Belegung vergab - quasi an Betriebe aus den eigenen Reihen.

Obwohl über viele Jahre - im guten Einvernehmen - praktiziert, entspreche diese Verfahrensweise "weder den Bedingungen der Marktsatzung noch der Rechtssprechung", erklärte Rechtsdezernentin Nicole Hammerl im Stadtrat. Das Problem tauchte im vergangenen Jahr auf, als ein abgelehnter Betrieb damit drohte, den Rechtsweg zu beschreiten, sich quasi auf den Christkindlmarkt zu klagen. Hammerl sprach sich dafür aus, die bisher "rechtswidrige Vergabe" der Standplätze zu beenden. Die Vergabekriterien werden zugleich an die bei den Festen und Märkten geltenden Markt- und Gebührensatzung angepasst. Wie beim Volks- und Frühlingsfest schließt die Stadt mit den "Beschickern" privatrechtliche Verträge. Im Zuge der Neuorganisation des Christkindlmarktes wurde die Ausschreibung für Dezember 2019 bereits im Februar in den jeweiligen Fachblättern publiziert. "Mit den vorgesehenen Satzungsänderungen werden die Rechtsgrundlagen an die künftig vorgesehene Verfahrensweise angepasst", zitiert Hammerl ihren Vorlagebericht.

Noch bleibt offen, ob sich das Gesicht des Cristkindlmarktes auf die benachbarten Geschäftsstraßen auswirken. Es ist wahrscheinlich, dass sich sein Gesicht nicht wesentlich verändert: Viele der Marktkaufleute sind Weidener oder stammen aus dem Umland, Sie haben sich individuell an die typisch Weidener Budenstadt angeglichen.

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