Äußerst erfolgreich schlugen sich Schüler des Augustinus-Gymnasiums Weiden bei der Deutschen Physikmeisterschaft, dem German Young Physicists’ Tournament (GYPT). Sie holten Silber- und Bronzemedaillen.
Die Schüler beteiligten sich als Mitglieder des TAO-Schülerforschungszentrum (SFZ) der Universität Bayreuth an dem Wettbewerb. Das Siegerteam kommt in diesem Jahr aus Hameln in Niedersachsen. Die Endrunde des Wettbewerbs 2021 konnte Pandemie-bedingt nur virtuell ausgetragen werden. 25 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen daran teil.
Das Team mit Tarik Becic vom Frankenwald-Gymnasium in Kronach sowie mit Emma Ingendorf und Michael Ott vom Augustinus-Gymnasium in Weiden erhielt die Silbermedaille. Das Team mit Michael Eckl, Sebastian Heiss und Linda Thumfart vom Augustinus-Gymnasium in Weiden gewann die Bronzemedaille. Wie der Leiter der Deutschen Physikmeisterschaft, Florian Ostermeier aus Ulm, bei der Preisverleihung erklärte, überzeugten die drei besten Teams durch ähnlich herausragende Leistungen, weshalb die Entscheidung denkbar knapp ausfiel.
Die Schüler präsentierten ihre Forschungsergebnisse in Englisch. „Danach mussten sie sich zahlreichen kritischen Fragen stellen“, berichtet Professor Walter Zimmermann, Koordinator des Schülerforschungszentrums der Universität Bayreuth, das zur TechnologieAllianzOberfranken (TAO) gehört.
Nächstes Ziel der deutschen Topschüler ist die Teilnahme an der Internationalen Physikweltmeisterschaft IYPT, dem International Young Physicists‘ Tournament vom 7. bis 14. Juli in Georgien. Das fünfköpfige Nationalteam aus Deutschland wird Ende März im Anschluss an einen Workshop zusammengestellt. An dem Workshop nehmen auch drei Schüler aus Weiden teil.
Das Bayreuther Silberteam befasste sich mit einem grundlegenden Phänomen in der Natur. Es ist in der Physik als „spontane Symmetriebrechung“ bekannt und entspricht einer Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten: Ein aufrecht stehender Ring wird um eine senkrechte Achse gedreht. An seiner Innenseite befindet sich eine Rinne, an deren tiefstem Punkt eine Kugel liegt. Die Frage ist nun, ab welcher Drehgeschwindigkeit des Ringes sich die Kugel zum Verlassen ihrer Ruheposition nach links oder nach rechts „entscheidet“, um dann auf einer höheren Lage in der Rinne Platz zu nehmen.
„Das Team hat bei seinen Untersuchungen mit variierenden Drehgeschwindigkeiten auch publikationswürdige Ergebnisse erzielt, die von Michael Ott sehr überzeugend vorgetragen wurden,“ sagt Zimmermann.
Tarek Becic und Emma Ingendorf aus dem Bayreuther Silberteam übernahmen die Aufgabe, die vom erstplatzierten Schülerteam aus Hameln vorgetragenen Ergebnisse, die sich auf das sogenannte Wilberforce-Pendel bezogen, kritisch zu hinterfragen.












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