Weiden in der Oberpfalz
12.11.2023 - 17:01 Uhr

Sinfonieorchester der Stadt Weiden: Proben laufen auf Hochtouren

Das Sinfonieorchester der Stadt Weiden ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Max-Reger-Stadt: Die Proben für das Orchesterkonzert am 19. November liegen in den letzten Zügen.

"Die halbe Note darf klingen!": Wenn Dieter Müller mit ruhiger Stimme diesen „Appell“ formuliert, dann kann er sich darauf verlassen, dass dies seine Musiker bei der nächsten, spätestens übernächsten Wiederholung der Sequenz auch umsetzen. Seit 2002 leitet der heute 69-Jährige das Sinfonieorchester der Stadt Weiden, aktuell probt er mit den Instrumentalisten im Saal der Franz-Grothe-Schule für das Orchesterkonzert am 19. November in der Max-Reger-Halle.

Gegründet wurde das Orchester im Schuljahr 1991/92 vom damaligen Musikschulleiter Bruno Leoff, geprobt wurde ab Januar 1992 und noch im selben Jahr erlebte das Orchester beim Festakt des Bayerischen Nordgautags vor 600 geladenen Gästen seine Feuertaufe. „Das Orchester ist erst peu à peu gewachsen, dann wurden es wieder weniger, zur Stammsetzung gehören heute 34 Musikerinnen und Musiker“, sagt Müller. Es setzt sich zusammen aus Lehrern und (ehemaligen) Schülern der Musikschule, aber auch aus externen Musikbegeisterten. Der Altersreigen der Streicher und Bläser – nicht fehlen darf ein Schlagwerker – reicht von 20 Jahren bis Mitte 70. Dass man sich über musikalischen „Nachwuchs“ freuen würde, ist klar. „Das Orchester kann schon noch wachsen“, sagt Müller. Interessierte können hierzu gerne einen ersten Kontakt über das Sekretariat der Musikschule aufnehmen.

Energietanken für den Alltag

Den „klassischen“ Weg zum Ensemble ist Violinistin Ulrike Beck gegangen, sie ist quasi Gründungsmitglied des Orchesters. „Ich habe mit 16 Jahren begonnen“, blickt sie zurück. Die Freude und den Spaß am Musizieren hat sie bis heute nicht verloren. „Immer wieder gibt es Herausforderungen, an denen wir alle gemeinsam wachsen“, so Beck. Alexander Domanowsky, der die Viola spielt, ist seit 2016 dabei. In den Proben – die jeden Mittwoch von 19.30 Uhr bis 21 Uhr stattfinden – und den Konzerten tankt er auch Energien für den Alltag. „Und in der Musik hört man nie auf, Neues hinzuzulernen“, betont Domanowsky. Beide heben hervor, dass man mit Dieter Müller einen „angenehmen und auch geduldigen Dirigenten“ habe.

Der gebürtige Oberfranke und heute in Amberg Lebende hat unter anderem die Fächer Flöte und Dirigieren studiert und kann auf eine lange musikalische Karriere blicken: So übte er unter anderem eine Lehrertätigkeit als Flötist und Dirigent (Ensembleleitung und Leitung des Hochschulorchesters) an der Universität Eichstätt sowie an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg aus. Von 1985 bis 2020 war er Dozent für Dirigieren an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg. Im Jahr 2007 übernahm Müller die Leitung der Amberger Chorgemeinschaft – ein Konzertchor, der neben den großen chorsinfonischen Werken auch regelmäßig Konzerte mit unbegleiteter Chormusik gibt.

Offen für weitere Auftritte

Das Sinfonieorchester hat aktuell pro Jahr ein bis zwei Auftritte. „Es spricht aber eigentlich nichts dagegen, öfter aufzutreten“, sagt Müller. Anlässe würden sich sicherlich finden lassen, so Müller, der in diesem Zusammenhang auch auf den Zusatz „der Stadt Weiden“ im Orchesternamen verweist. In den kommenden Tagen ist der Fokus aber erst einmal auf das Konzert am 19. November gerichtet. „Und dann gilt: Nach dem Konzert ist vor dem Konzert!“

Info:

"Game Tunes - Die Klangwelten der Spiele"

  • Was? Sinfonieorchesterkonzert unter dem Motto „Game Tunes – Die Klangwelten der Spiele“ mit Werken von Bizet, Fauré, Konodo, Brower und Ford
  • Wann? 19. November um 17 Uhr
  • Wo? Max-Reger-Halle Weiden
  • Tickets: Im Vorverkauf im Sekretariat der Franz-Grothe-Schule zu den üblichen Öffnungszeiten, Telefon 0961/81-4400
 
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