Wolfgang Baierl öffnet Excel-Tabellen auf seinem Computer, blättert in Plänen mit Streckenübersichten und klickt sich durch digitale Programme: Bei einem Termin mit Oberpfalz-Medien zeigt der Rennleiter des Nofi-Laufs, welche organisatorische Arbeit hinter dem Mega-Event steckt. Baierl ist Teil des Vereins Firmenlauf e.V., der den Nofi-Lauf schon seit 2010 koordiniert. Der Physiotherapeut ist bereits zum 13. Mal als Organisator dabei. "Heute habe ich erst mit einem Autohändler telefoniert. Der meinte, ich muss noch Mitarbeiter eintragen", erzählt Baierl. Insgesamt sind rund 6700 Läufer angemeldet. Doch die kommen nicht alleine – mehrere tausend Zuschauer werden erwartet. Zum Vergleich: 2024 fand der Nofi-Lauf in Neustadt/WN statt. Im Start/Ziel-Bereich am Marktplatz versammelten sich etwa 5000 Menschen. Ein Event in dieser Größe muss also gut geplant sein.
Die Vorbereitungen für den Lauf starten rund ein Jahr vor der Veranstaltung, weiß Rennleiter Baierl. Während der Anmeldephase "musste man jeden Tag vier, fünf, zehn Teilnehmer nachtragen. Meistens geht es um viertel sieben in der Früh los, dann arbeite ich schnell einen Teil ab, bis der erste Patient kommt", beschreibt Baierl seinen Alltag vor dem Lauf. Dazu kommen die Absprachen mit der Stadt, Anwohnern, dem Bauhof oder der Festplatzverwaltung. "Ich könnte tausend Sachen aufzählen", so der Rennleiter. Am Tag des Laufes hört die Arbeit aber nicht auf. Während andere ihre Kollegen anfeuern oder selbst mitmachen, fährt Baierl zusammen mit der Polizei das Führungsauto. Über eine Funkverbindung besteht jederzeit Kontakt zu den Sicherheitskräften. Baierl: "Wir kommunizieren ständig, damit wir sofort eingreifen können, wenn etwas wäre."
Großer Sicherheitswunsch
Besonders herausfordernd für die Organisation der diesjährigen Veranstaltung sei die Umplanung der Strecke gewesen. 2019 fand der Nofi-Lauf zuletzt in Weiden statt – heuer verläuft die Route etwas anders. "Wir mussten komplett umdenken", sagt Baierl. Für die alte Strecke wäre das Doppelte an Sicherheitspersonal und Absperrungen nötig gewesen. Grundsätzlich sei der organisatorische Aufwand in den vergangenen Jahren deutlich mehr geworden, stellt Baierl fest. Ein Grund: "Durch die Vorfälle der letzten Jahre steigert sich der Sicherheitswunsch der Menschen." Dem seien die Veranstalter auch nachgekommen. "Wir haben zusammen mit der Polizei ein Konzept entwickelt und haben die Strecke nach den Sicherheitskriterien ausgewählt. Wir haben aber auch geschaut, dass die Läufer eine ansprechende Strecke bekommen."
Für die Sicherheit sorgen auch die zahlreichen Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, des THW, BRK und einer Sicherheitsfirma. Sie kümmern sich unter anderem um Absperrungen und Notfälle. Für die Feuerwehr sei es eigentlich ein normaler Einsatz, betont Michael Wirth. Aber: "Es steckt schon etwas mehr Organisation dahinter, weil mehr Helfer beteiligt sind als bei einer Fronleichnamsprozession zum Beispiel. Aber wir sehen das relativ sportlich", sagt der Sachgebietsleiter der Feuerwehr Weiden. Zu den Unterstützern gehören aber auch diejenigen, die sich um das Essens- und Getränkeangebot kümmern sowie örtliche Vereine, wie die SpVgg Schirmitz.
50 Polizisten
Insgesamt sind laut Rennleiter Baierl rund 250 Helfer im Einsatz – etwa 120 im Start/Ziel-Bereich und nochmal genauso viele entlang der Strecke. Darunter sind auch etwa 50 Polizeibeamte, weiß Jürgen Strauß. Er ist Polizeihauptkommissar in Weiden und war an der Organisation des Nofi-Laufs beteiligt. "Wir sind letztes Jahr im Juni mit ins Boot geholt worden. Da haben wir grob besprochen, was machbar ist, zum Beispiel von der Strecke her", sagt er. Besonders aufwendig sei die Planung aber nicht gewesen – man habe vieles vom Nofi-Lauf 2019 übernehmen können. "Von der Manpower her ist es aber schon ein großer Aufwand", sagt er. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem THW und weiteren Helfern gewesen – und das sei allen Beteiligten gut gelungen.



















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