05.08.2019 - 10:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

So viel "Sünde" wie nie zuvor

Fünf Jahre "Sünde". Den halbrunden Geburtstag feiern die Macher vom "Sündikat" mit so vielen Konzerten wie nie zuvor: Zwischen 5. Oktober und 30. Dezember präsentieren sie 14 Live-Abende. Wo? Die Antwort ist keine Überraschung.

"Van Holzen" in der "Sünde 2017". Im November kehrt das Trio mit neuem Album nach Weiden zurück.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Die fast schon übliche fieberhafte Suche nach einer neuen Veranstaltungsstätte können sich die Jungs vom "Sündikat" diesmal schenken: In der alten Hauptpost, der "Sünde" der Saison 2018, hängen sie mindestens noch ein Jahr dran. Hintergrund: Viele Künstler hätten schon vor der Vertragsunterzeichnung genau wissen wollen, in welchem Ambiente sie auftreten, erklärt Organisator Lukas Höllerer. Der Rückgriff auf Bewährtes "nimmt viel Druck raus". Zudem sei die Zusammenarbeit mit Vermieter Kabakulak "super", und es gebe keine Probleme mit Lärm. Einzige Einschränkung: die vier ausgewiesenen "Scheiß-Säulen", welche die Sicht auf die Bühne mitunter behindern. Dafür verspricht Höllerer eine völlig neue, noch beeindruckendere Licht-Konstruktion.

Auch fürs Programm gilt: Klotzen statt kleckern. So lotst das "Sündikat" nicht nur einige ungewöhnlich große Combos wie die "Jazzrausch Bigband" auf die Weidener Bühne, sondern erstmals auch Künstler aus Übersee: Die "Youngblood Brass Band", die am

30. Oktober Hip-Hop mit viel Gebläse serviert, stammt aus Wisconsin/USA und hat Legendstatus in der "Urban Brass"-Szene. Eröffnet wird das Programm am 5. Oktober von einer Erfolgsgarantin: Ami Warning hat in der Vergangenheit neben der "Sünde" auch den Schafferhof ausverkauft. Ein Trostpflaster für Fans, die noch der geplatzten Sommerserenade mit Ami nachtrauern. Ein "Sünde"-Comeback gibt es auch für die harten Alternative-Rocker "Van Holzen" sowie natürlich "KUF", die bisher in keiner der bisher vier Saison fehlten. Daneben stehen jede Menge ungewöhnliche Premieren: zum Beispiel ein Solo-Auftritt von Neo-Blueser Jesper Munk, ein Auftritt von Punkrocker Porno mit seinen Bands aus Weiden und Leipzig oder der laute Jazz-Punk von "Boticelli Baby". "Alles ganz verrückt", urteilt Höllerer.

Eher konservativ ist der Zeitrahmen, nachdem die letztjährige "Sünde"-Saison von November bis Ende Januar lief. Letzteres "hat sich nicht als Erfolgskonzept bestätigt", stellt der Macher fest: "Nach Silvester hat offenbar keiner mehr Bock zu feiern." Die "Sünde 2019" endet nun wieder traditionell am 30. Dezember. Diesmal mit "Slatec", live improvisiertem Techno. Tags darauf wäre es nicht der erste Jahreswechsel, den die dann übernächtigten Jungs vom "Sündikat" schlicht verschlafen.

Sünde 2019:

Das Programm

5. Oktober: Ami Warning und Band (Singer/Songwriter-Pop)

12. Oktober: Tristan Brusch (NDW-beeinflusster Trash-Pop)

30. Oktober: Youngblood Brass Band (Urban Brass)

26. Oktober: Kliffs (Folkpop-Duo)

16. November: Alex Meyr (Piano-Pop ähnlich "Die Nowak")

19. November: Van Holzen (Alternative Heavy-Rock)

28. November: Philipp Rumsch Ensemble ("Radiohead-Jazz)

9. Dezember: Kaiser Quartett (Kammermusik-Pop)

13. Dezember: Jesper Munk (Blues/Soul)

14. Dezember: KUF (Neo-Jazz)

21. Dezember: Porno und Bands (Punk)

22. Dezember: Jazzrausch Bigband (Weihnachts-Swing)

29. Dezember: Boticelli Baby (Jazz-Punk)

30. Dezember: Slatec (Live-Techno)

Karten und nähere Infos gibt es ab sofort unter www.sündik.at

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