27.10.2021 - 17:40 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

So viele Corona-Tests gab es bis jetzt an Weidens Schulen

Der Freistaat Bayern übernimmt die Kosten, die den 18 Schulen in Weiden durch die Corona-Testpflicht entstehen. Und da kam bis zum Ende des Schuljahres ganz schön was zusammen. Auch die neuen Pooltests machen Aufwand.

Die Kosten, die den Schulen in Weiden durch die Corona-Testpflicht entstehen, übernimmt der Freistaat Bayern.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Die Stadtverwaltung gibt eine Übersicht über die Zahl der bisher an die Schulen in Weiden gelieferten Selbsttests: Es wurden insgesamt 362.535 Selbsttests, also Nasenbohr-Tests bis Ende des letzten Schuljahres ausgeliefert. An den Grundschulen in Weiden werden seit dem 20. September zweimal pro Woche Speicheltests eingesetzt. Dabei lutschen die Kinder für 30 Sekunden an einem Tupfer. Die Tupfer einer Klasse werden gesammelt und in der Schule abgeholt, damit sie im Labor als Pool-Probe untersucht werden können.

Den Transport der Pooltests von den Schulen zum Labor übernehmen die Städte und Landkreise. Dafür hat die Stadt Weiden zwei 450 Euro-Kräfte angestellt. Die Kosten, die für das Personal entstehen, übernimmt laut Stadtverwaltung der Freistaat Bayern. Matthias Holl, Rektor der Hans-Sauer-Schule in Rothenstadt, lobt den zuverlässigen Dienst der Stadt Weiden: "Die Tests werden definitiv gebraucht an den Schulen. Solange der Schulbetrieb mit Blick auf die Pandemie möglich ist, ist alles zumutbar."

Die dreimal pro Woche stattfindenden Tests an den Schulen sind für die Schüler freiwillig. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien teilt die Stadt Weiden mit, dass die Selbsttests an Schulen von staatlicher Seite kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Damit diese Tests durchgeführt werden können, muss aus Datenschutzgründen eine Einwilligungserklärung der Erziehungsberechtigten vorliegen. Liegt diese nicht vor, kann ein negativer Test einer Teststation oder Apotheke vorgelegt werden. Gültig sind entweder ein PCR-Test oder POC-Antigen-Schnelltest.

Der Start der Lollitests an Schulen in Weiden und Neustadt/WN verlief holprig

Weiden in der Oberpfalz
Service:

So funktionieren die Lollitests im Detail

  • Zweimal pro Woche lutscht jeder Schüler an einem Stäbchen, das einen Wattetupfer als Kopf hat. Diese Stäbchen kommen klassenweise in einen Behälter.
  • Anschließend lutscht jedes Kind an einem zweiten Stäbchen. Diese Tupfer werden einzeln aufbewahrt.
  • In Abstimmung mit Landratsämtern und kreisfreien Städten kommt ein Kurierfahrer. Er holt auf seiner Route die Testabstriche mehrerer Schulen ab und bringt sie ins Labor.
  • Im Labor wird zunächst der Behälter mit den Stäbchen der gesamten Klasse auf einmal getestet. Ist dieser Pool negativ, ist am nächsten Tag Unterricht für alle.
  • Fällt dieser Test positiv aus, werden die Einzelproben untersucht. Das positiv getestete Kind muss dann in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Quarantäne.
  • Den Befund der Klasse ihres Kindes bekommen die Eltern am Testtag ab 19 Uhr per E-Mail übermittelt.
  • Sollte ein Kind positiv getestet werden, werden dessen Eltern ab 6 Uhr des Folgetages informiert, ob ihr Kind betroffen ist oder nicht.

 

 

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