Weiden in der Oberpfalz
16.04.2026 - 18:59 Uhr

Spatenstich für inklusives Wohnprojekt in Weiden

Das Heilpädagogische Zentrum Irchenrieth startet offiziell den Bau eines Wohnheims in Weiden für 24 Menschen mit Behinderung. Das 10-Millionen-Euro-Projekt soll Teilhabe am städtischen Leben ermöglichen.

Spatenstich zur Errichtung von 24 Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung Hinterm Rangierbahnhof. Von links: HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler, Johannes Brandl, Bürgermeister Lothar Höher, gewählter Oberbürgermeister Benjamin Zeitler, HPZ-Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil, Architekt Michael Naumann, Bauleiter Maximilian Hotek und die Leiterin für Sozialplanung, Anna Mages. Bild: Kunz
Spatenstich zur Errichtung von 24 Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung Hinterm Rangierbahnhof. Von links: HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler, Johannes Brandl, Bürgermeister Lothar Höher, gewählter Oberbürgermeister Benjamin Zeitler, HPZ-Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil, Architekt Michael Naumann, Bauleiter Maximilian Hotek und die Leiterin für Sozialplanung, Anna Mages.

Hinter dem Rangierbahnhof in Weiden entsteht ein neues Zuhause für Menschen mit Behinderung: Mit dem Spatenstich hat das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth den Bau eines Wohngebäudes mit 24 Plätzen offiziell eingeläutet. Das Projekt wird maßgeblich vom Bezirk Oberpfalz gefördert und soll Anfang 2028 bezugsfertig sein.

Beim Baustart waren neben geistlichem Beistand Pfarrer Alfons Forster auch der neu gewählte Oberbürgermeister Benjamin Zeitler sowie zahlreiche Ehrengäste anwesend. HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler stellte die Zielsetzung klar heraus: "Wir wollen ein Zuhause schaffen, das Sicherheit und Geborgenheit bietet und gleichzeitig individuelle Bedürfnisse berücksichtigt." Besonders wichtig sei die bewusste Entscheidung für den Standort Weiden, um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Die Dimension des Projekts ist beachtlich: Rund 10 Millionen Euro werden investiert. 4,4 Millionen Euro stammen vom Freistaat Bayern, weitere 750.000 Euro steuert der Bezirk Oberpfalz als Hauptkostenträger bei, der auch die Folgekosten übernimmt. Stadler verwies auf den hohen Abstimmungsaufwand: "Viele Interessensgruppen, europaweite Ausschreibungen und umfangreiche Auflagen. Dennoch liegen wir gut im Zeitplan." Architekt Michael Naumann berichtete vom aktuellen Baustand: Die Arbeiten haben bereits begonnen, derzeit läuft die Unterkellerung. Für ihn steht der Mensch im Mittelpunkt: "Wir planen von innen nach außen, um optimale Lebensbedingungen zu schaffen."

Lothar Höher, in Doppelfunktion als Bürgermeister und stellvertretender Bezirkstagspräsident vor Ort, sprach von einem Meilenstein. Mit dem Neubau entstehen Plätze für 16 Werkstatt- und 8 Förderstättengänger. Die innenstadtnahe Lage mit guter Nahverkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten biete ideale Voraussetzungen.

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