22.11.2019 - 15:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sportlerehrung: Nur die Leistung soll zählen

Da wird ein Sportler aus der Max-Reger-Stadt Bayerischer oder Deutscher Meister, ja vielleicht sogar Weltmeister. Aber für eine Ehrung durch die Stadt soll die Leistung nicht genügen? Da bekommt nicht nur Matthias Loew (SPD) Bauchgrummen.

Beim Gewichtheben ist die Leistung messbar, egal wie viele Gegner antreten. Unser Archivbild zeigt Kerstin Schemmel vom 1. AC Weiden. Kerstin Schemmel
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Tatsächlich hatte der Sportbeirat empfohlen, einen Sportler nur zu ehren, wenn den Wettkampf mindestens drei Teilnehmer bestritten haben. Es sei vorgekommen, so die Überlegung, dass Sportler ohne Gegner zur Ehren gekommen seien.

Und genau das soll jetzt ganz offiziell möglich werden. Loew argumentierte im Stadtrat mit einem Beispiel vom Gewichtheben. Dort könne es passieren, dass ein Sportler so stark ist, dass ihm die Mitbewerber aus dem Weg gehen. Sie treten dann entweder eine Gewichtsklasse höher oder niedriger an, indem sie entweder Gewicht machen oder abkochen. Dann steht der starke Mann allein da. Für die Feigheit der Mitbewerber würde er auch noch durch Nicht-Ehrung bestraft. Dabei wäre gerade bei einer Sportart wie dem Gewichtheben die Leistung messbar. Problematischer wäre es zum Beispiel beim Boxen. Aber normalerweise, wie Heiner Vierling (CSU) anmerkte, müsse sich ein Sportler für Meisterschaften erst einmal qualifizieren.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war voll überzeugt, und wollte den Punkt gleich von der Tagesordnung streichen, doch die Stadträte wollen das Thema noch einmal im Sportbeirat zur Sprache bringen. Stadtverbandspräsident Reinhard Meier (Bürgerliste) verwies darauf, dass die Mindestteilnehmerzahl nie festgeschrieben war. Einen Einzelteilnehmer habe man aber trotzdem nicht zur Sportlerehrung zugelassen. Fraktionskollege Rainer Sindersberger allerdings wusste, dass seine Enkelin Paula schon als Alleinstarterin geehrt worden sei. Und über die Urkunde habe sie sich trotzdem gefreut.

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