Weiden in der Oberpfalz
19.10.2022 - 11:33 Uhr
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Stadt Weiden bei Recyclingpapier unter den "Top 4" in Deutschland

Welche Stadt nutzt besonders viel Recyclingpapier? Das hält der "Papieratlas" jedes Jahr aufs Neue fest – 2022 bereits zum 15. Mal. Weiden ist dieses Jahr ganz vorne mit dabei. Das Siegel "Blauer Engel" war ausschlaggebend.

Was zunächst nach Müll aussieht, ist Recyclingpapier. Auch die Stadt Weiden verbraucht hauptsächlich Altpapier mit dem Siegel "Blauer Engel". Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
Was zunächst nach Müll aussieht, ist Recyclingpapier. Auch die Stadt Weiden verbraucht hauptsächlich Altpapier mit dem Siegel "Blauer Engel".

Weiden ist eine der recyclingpapierfreundlichsten Städte Deutschlands. Im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) findet sich die oberpfälzische Stadt unter den Spitzenreitern, belegt zusammen mit drei anderen Städten einen vierten Platz hinter Nürnberg, Hameln und Mönchengladbach. "Die Stadt nutzt in der Verwaltung, den Schulen und der Hausdruckerei ausschließlich Papier mit dem Siegel 'Blauer Engel' und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz", heißt es seitens der Stadt Weiden. Recyclingpapier spare in der Produktion im Vergleich zu Frischfaserpapier Wasser, Energie und verursache deutlich weniger CO2-Emissionen.

In Kooperation unter anderem mit dem Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt setzt der Papieratlas schon seit 15 Jahren Impulse für die Umstellung auf Recyclingpapier. Seit Beginn der Erhebung habe er über 200.000 Tonnen Papier mit dem Blauen Engel dokumentiert, heißt es auf der Internetseite. "Weiden konnte allein im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Millionen Liter Wasser und über 270.000 Kilowattstunden Energie sparen", erklärt Christina Geiger, Sprecherin der Stadt Weiden. Alle teilnehmenden Städte, Landkreise und Hochschulen haben bereits acht Milliarden Liter Wasser gespart, 1800 Gigawatt Energie und 30.000 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 liegt in Deutschland bei rund 11,6 Tonnen im Jahr.

Die Bewertung

Je höher der Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in der Stadtverwaltung ist, desto höher wird eine Stadt in der Auswertung platziert. Städte, die auch über die Verwaltung hinaus den Einsatz von Papier mit dem Blaue-Engel-Siegel fördern, bekommen Sonderpunkte. Berücksichtigt werden hier die Recyclingpapierquoten in Hausdruckerei und Schulen. Fragen wie "Haben Einrichtungen in der Stadt ihren Papierverbrauch im Vergleich zum Vorjahr senken können?" oder "Wie motiviert die Hochschule Studierende und Mitarbeiter, mehr Recyclingpapier zu verwenden?" spielen eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Punkte.

Gut für die Umwelt?

Der Titel "recyclingpapierfreundlichste Stadt" geht dieses Jahr an Nürnberg. Die fränkische Stadt erreichte die höchste Gesamtpunktzahl bei der Verwendung von Recyclingpapier in öffentlichen Einrichtungen. Auch wenn die Herstellung von Papier die Umwelt stark belastet – sie benötigt viel Holz, Energie und Wasser – können durch den Einsatz von Altpapier in der Produktion Umweltbelastungen stark reduziert werden, erklärt das Umweltbundesamt. Vor allem der Blaue Engel garantiere, dass Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen werden.

Insgesamt beteiligten sich 102 Groß- und Mittelstädte, die mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von über 93 Prozent einen neuen Rekord aufstellen. Hameln und Mönchengladbach belegen Platz zwei. Neben Weiden sind Amberg, Bremen und Heidelberg auf Platz vier. Bottrop und Gießen teilen sich Platz acht, Berlin und Münster schafften es ebenfalls punktgleich in die Top Ten.

Service:

Das darf NICHT in die blaue Tonne

  • Pizzakartons, Pappteller und jedes Papier, das mit Essensresten verschmutzt ist
  • Kassenbons, Fahrkarten und Kontoauszüge aus Thermopapier
  • Back- und Butterbrotpapier
  • Servietten, Taschentücher und Küchenkrepp
  • Getränke- und Milchkartons
  • Tapetenreste
  • Fotopapier
  • beschichtetes Papier
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