30.09.2020 - 17:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadtwerke öffnen Sportbecken in der Weidener Thermenwelt

Mit einem 3-Stufen-Plan wollen die Stadtwerke Weiden das Freizeitzentrum Raiffeisenstraße zurück in die Normalität führen. Stufe eins zündet bereits am Donnerstag: Der Sportbereich mit Springer- und Schwimmerbecken der WTW wird geöffnet.

Ein erster Versuch in der andauernden Coronakrise: Die Stadtwerke öffnen das Sport- uns Springerbecken für die Schwimmer. Die WTW hingegen bleibt weiterhin geschlossen. .
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Endlich: Die Vereinsschwimmer kommen in der Weidener Thermenwelt (WTW) wieder zum Zuge. Bereits ab heute dürfen sie - bei Einhaltung des Hygienekonzepts - in den Sportbereich, also ins Springer- und ins Schwimmerbecken. Der Verwaltungsrat der Stadtwerke befürwortete am Dienstageinstimmig diese Wiederöffnung der WTW "in Teilbereichen".

Akzeptanz testen

Stadtwerke und Werkleitung hätten intensiv und auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse über das weitere Vorgehen beraten, bestätigen die Vorstände Johann Riedl und Christine Melischko am Mittwoch.

Angedacht ist dabei eine Art "3-Stufen-Plan", der ab 1. Oktober die Öffnung für Vereine vorsieht. Ab 8. Oktober sollen zusätzlich Schüler in den Sportbereich kommen dürfen. Und bereits am 15. Oktober werden Springer- und Schwimmerbecken der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dadurch könnten zunächst die Umsetzung und Machbarkeit der geltenden Hygienevorschriften in einem kleinen Teilbereich sowie die Akzeptanz bei den Besuchern getestet werden.

Eine lange Durststrecke für das Spaßbad: Bereits seit 16. März ist die WTW geschlossen. Heute wird in einem ersten Schritt der Sportbereich mit Springer- und Schwimmerbecken für Vereine freigegegeben. Dann dürfen Schüler und ab 15. Oktober auch die Öffentlichkeit rein.

Weniger Zeit und Geld

Die Öffnung erfolge unter der derzeit geltenden Infektionsschutzverordnung. Genauere Informationen sind auf der Homepage www.weidener-thermenwelt.de zu finden. Das ausgearbeitete Hygienekonzept sehe eine zeitliche Taktung von 90 Minuten mit einer maximalen Besucheranzahl von 83 Personen vor. Neben den Nutzungszeiten von Vereinen und Schulen werde mit mindestens zwei Taktzeiten für die Öffentlichkeit geplant. Die entsprechenden Zeitslots sowie die Eintrittskarten können ab Anfang Oktober online über die Homepage gebucht werden.

Da aktuell nur ein Teilbereich der Thermenwelt genutzt werden könne, würden die Eintrittspreise an die Tarife der umliegenden Hallenbäder angepasst: Für 90 Minuten zahlen Erwachsene 2,50 Euro sowie Kinder, Jugendliche und Schwerbehinderte je 2 Euro. "Die Stadtwerke und der Verwaltungsrat beobachten das Infektionsgeschehen in der Region genau und beraten im November über weitere Schritte", kündigen die Vorstände an.

Coronakrise: Spaßbad ohne Spaß

Anders als die umliegenden Hallenbäder habe die Weidener Thermenwelt mit jährlich rund 300 000 Gästen überregionale Bedeutung. Die WTW sei als Spaßbad konzipiert. "Gerade unter diesem Aspekt haben wir immer wieder investiert. Wir wollen ein Freizeiterlebnis bieten", betont Melischko. Die Corona-Beschränkungen machten jedoch jeden Spaßfaktor zunichte, begründet sie die Zurückhaltung bei der Öffnung der Stadtwerke-Anlagen. "Was ist ein Spaßbad ohne Spaß? Da geht bei uns die Sicherheit vor."

Viele, die bereits geöffnete Bäder besuchten, seien schwer enttäuscht worden. "Ihre Erwartungen lassen sich derzeit nicht erfüllen", erklärt Johann Riedl, der eingestand, dass sich der Verwaltungsrat ein schnelleres Öffnen gewünscht hätte. Gerade angesichts der jüngsten Entwicklung im Landkreis Neustadt mit 22 Neuinfizierten seien Sorgfalt und Vorsicht nötig. "Wir bleiben flexibel, machen am 1. Oktober im klein auf. Es kann durchaus sein, dass wir in 14 Tagen ein anderes Bild haben und reagieren müssen."

Generell blieben die Besucherzahlen in den derzeitig geöffneten Bädern hinter den Erwartungen der Betreiber zurück, zitiert Riedl aus der aktuellen Fachliteratur. Über ein Drittel der möglichen Besucher blieben vor der Tür. "Wir wollen kein Risiko eingehen und auch die Leute nicht enttäuschen. Deshalb unser 3-Stufen-Plan". so der Vorstandsvorsitzende. Dieser Plan habe zudem den Vorteil, dass die Becken aus der Abwärme des Eisstadions geheizt werden und keine teure externe Security nötig sei.

Die Stadtwerke weiden reagieren auf die Kostenentwicklung

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