24.03.2019 - 16:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Starkes Getränk und starke Fastenpredigt

"O´zapft is – und ei´gschenkt wird“. Richard Schiffl, der Gebietsleiter der "Kulmbacher"-Brauerei, freute sich am Samstagabend über einen vollen Saal im „Postkeller“. Der Eisbock-Anstich zog mehr als 150 Besucher an.

O´zapft is
von Autor hczProfil
"Volles Haus" beim Eisbockanstich am "Postkeller".
Fastenprediger "Bruder Barnabas" vor "vollem Haus".
Wilhelm Moser und Richard Schiffl
Nach Mosers Fastenpredigt unterhielten die "Altbairischen" unter anderem mit der "Zigeuner- Polka".

Ohne Reservierung war es kaum möglich rein zu kommen. Den anstehenden Wahlen zu verdanken war der zahlreiche Besuch von roter, schwarzer und grüner Politprominenz. Schiffl berichtete von der Entstehung des Eisbocks, des 9 Monate bei minus 1 Grad im Brauereikeller gelagerten Doppelbock-Bieres.

Sodann brachten drei Kulmbacher Büttnersleute unter musikalischer Begleitung durch die „Waldnaabtaler Bauernmuse“ ein 50-Liter-Fass mit dem gefrorenen Trunk auf die Bühne. Nachdem sie das Fass mit dem Hammer von seinen eisernen Reifen befreit hatten, entnahmen sie dem Eis-Kern einige Liter seines hochprozentigen Inhalts. Und dann: Ein Prosit der Gemütlichkeit, auch für die drei Stadtoberen Kurt Seggewiß, Jens Meyer und Lothar Höher, sowie „Brauchtums- Chef“ Heiner Vierling, Schiffl, „Postkeller“- Seniorchef Walter Meyer und „Bruder Barnabas“ Wilhelm Moser.

„Einen `scharfen´ Starkbier-Vortrag auf dem Weidener Nockherberg durch unseren Pater Bavariae“ kündigte Schiffl an und Moser ging auch gleich in die Vollen. Er rekapitulierte das politische Geschehen der letzten Jahre, stellte fest, dass überhaupt noch nicht feststehe, wer für den Stadtrat im nächsten Jahr kandidieren wird, ging auf die Schlappen von CSU und SPD bei der Landtagswahl ein und auf „FKK“ - nein: „AKK“ und „Drehhofer Seehofer“ und Söder. Die SPD habe Glück gehabt, dass die FDP die 5-Prozent. Hürde geschafft habe, denn so sei die SPD nur Vorletzter geworden, stellte der ehemalige Stadtrat fest. Er beklagte, dass seine Partei am Nockherberg nur am Rande und Natascha Kohnen und Uli Grötsch überhaupt nicht erwähnt worden seien. Das Hin und Her um den Brexit könne man mit einem Elfmeterschießen beenden, meinte der Fastenprediger. Auch den „Gender-Unsinn“ prangerte er an – und wie sich „die AKK“ da in die Nesseln gesetzt habe.

Lokalpolitisch ging Moser auf „West IV“ ein, auf die „unnötige Stromtrasse“, die „genau da drüber laufen“ solle, wo bisher die Weiterführung der Süd-Ost-Tangente verhindert werden konnte. Schließlich stieg er doch noch einmal auf die im nächsten Jahr zu wählenden Stadträte ein. „Den Jens Meyer“ als OB werde kaum einer mehr verhindern können. Aufwind werde „Boggie“ Wildenauer erfahren, da ihm MdL Christoph Skutella zur Seite stehen werde. Bei den „so hoch gelobten Grünen“ stünden Gisela Helgath und Karl Bärnklau künftig alleine da. Und bei CSU und SPD müsse man sich, „trotz angekündigter neuer U-Boote“ mächtig anstrengen. Als OB- Kandidat der CSU komme der „Forster- Hansi“, fragte er. Mehrfach hörte man den Namen des radfahrenden CSU-Ost-Vorsitzenden und jedes Mal wurde er lautstark bejubelt, genauso wie Heiner Vierling, der „Herr der Ringe“ vom Butterhof (Ehering, Heimatring, Maschinenring).

Nachdem Moser mit dem obligatorischen „Salve Pater Patriae“ geendet hatte, zeigte die Erwachsenen-Tanzgruppe der „Altbairischen“ unter großem Applaus die „Zigeuner- Polka“ und die „Kutschn“. Die „Waldnaabtaler“ unterhielten mit zünftiger Oberpfälzer Musik.

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