31.01.2020 - 13:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stefan Mross verliebt in Weiden

Der deutsche Schlager lebt, sowohl mit seinen Oldies, als auch mit neuen Hits. Die Unterhaltungsshow „Immer wieder sonntags“ mit Entertainer Stefan Mross lockt gut 600 Besucher in die Max-Reger-Halle, die den Schlager feiern.

von Redaktion ONETZProfil

Was ihnen geboten wurde, war ein bunter Reigen beliebter Schlagermelodien und volkstümlicher Musik, dargeboten von gesanglich anspruchsvollen Interpreten, gepaart mit bunten Lichteffekten und zu den einzelnen Stücken passenden Videoeinspielungen. Und wann kommt man seinen Stars schon so nahe wie in der Pause am Verkaufsstand, um CDs zu erwerben, Autogramme zu ergattern und sich mit ihnen auf Selfies zu verewigen?

Die treuen Fans sollten von Anfang an in Party-Stimmung gebracht werden. Aus dem Off ertönte „It’s Showtime“ und Mross kam quasi aus dem Monitorbild mit dem 1973 von Cindy und Bert gesungenen Lied auf die Bühne. Der Kontakt zum Publikum war ihm auch während der witzigen und auf die Oberpfalz abgestimmten Moderation wichtig. Wiederholt spannte er den „Sepp“ aus den vorderen Rängen in seine Ansagen ein, immer wieder nahm er Bezug auf sein „hohes“ Alter und freute sich, hier reden zu können, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Da brauchten er und seine Künstlerkollegen keine großen Aufforderungen zum Mitklatschen, Armschwenken, Schunkeln oder Mitsingen der Refrains. Geschickt fügte Mross ein Schlagerquiz fürs Publikum ein, bei dem die Herren den Damen mit 2:3 unterlagen. Zum achten Mal in Folge war er mit seiner Show in Weiden, die er seit 15 Jahren moderiert.

Grand-Prix-Sieger sind die „Zillertaler Haderlumpen“: Vitus Amor sowie Reinhard und Peter Fankhauser. Sie befinden sich auf ihrer Abschiedstournee. Mit Harmonika, Gitarre und E-Bass brachten sie mit ihren Erfolgshits wie „A Jodler für di“, „So a Walzer macht a Freud“ oder „Ich bin a Hoderlump“ Stimmung in die Halle.

Mit Charme, Vielseitigkeit, großem musikalischem Talent und bezauberndem Akzent konnte der 23-jährige „Sommerhitkönig“ Robin Leon aus dem Elsass begeistern. Neben seinem Siegersong „Mein Sommertraum“ überzeugte er mit „Butterfly“ in seiner Muttersprache, „Himbeereis zum Frühstück“ und im Trompetenduett mit Stefan Mross bei dessen „Sehnsuchtsmelodie“.

Von seiner angerauten Stimme und seinem Aussehen her kaum älter geworden ist der „Schlagertitan“ Bernhard Brink, der so nebenbei auch Liedanfänge von Kollegen imitierte. In hohen Lagen mit klaren, kräftigen Tönen erklangen in einem Medley seine fetzigen, vom dröhnenden Bass geprägten Erfolgshits wie „Ich wär so gern bei dir“ und „Ein blondes Wunder“. Brink konnte aber auch anders: nachdenklich bei „An die Liebe“ und sinnlich beim „Walzer der Liebe“.

Die 31 Jahre Show- und Bühnenerfahrung von Stefan Mross merkte man auch seiner Flexibilität und seinen Songs an, sei es bei „Die kleine Kneipe“ oder „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Sein Stern ist Anna-Carina Woitschack, bekannt von „DSDS“, mit der er sich im November 2019 in einer TV-Show verlobt hatte. Mit heller, akzentuierter Stimme sang sie sowohl Oldies wie „Lollypop“, „Guten Morgen Sonnenschein“ und die romantische Ballade „Liebe ist wie eine Rose“ als auch Lieder aus ihrer neuen CD. Stefan und „seine Anna“ glänzten gemeinsam bei „Lo Siento“. Bei einem „Frosch im Hals“ von Anna-Carina im Duett „Fang das Licht“ bat diese um einen Schluck Wasser, worauf Stefan spontan seinen Text umformulierte („Ich hol es dir“) und erklärte: „Das ist eben live, das sieht man im Fernsehen nicht.“ Einen beeindruckenden Schlusspunkt setzten beide mit ihrer Coverversion von Leonard Cohens „Hallelujah“.

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