Der Hausherr machte gleich klar, dass das Bürgerbüro keinen symbolischen Charakter hat: "Mein Mandat ist knapp 100 Tage alt, und die Zahl der Bürgeranliegen ist bereits dreistellig.". Im Schnitt landet fast jeden Tag ein Gesuch auf seinem Schreibtisch.
Was da so dabei ist, erklärte Büroleiter Dominik Baschnagel: Hilfe bei Versetzungsgesuchen, Rentenproblemen, Fragen zu Arbeitsmarkt, Pflege, Breitband, Glasfaser oder Förderanträge von Kommunen. "Als wir heute für den Festakt aufgebaut haben, kamen wieder drei Leute rein."
Doch so soll es auch sein, betont Oetzinger. Er will weiterhin Bürgersprechstunden in Weiden und im Landkreis anbieten. Das Büro soll ein offenes Haus sein, in dem auch Veranstaltungen geplant seien, etwa demnächst Frühstücksgespräche mit wechselnden Behördenvertretern.
"Politiker sind auch ein bisschen Seelsorger", meint Pater Johannes Bosco aus dem Kloster Speinshart, ein Duzfreund Oetzingers, der aus Neunkirchen stammt. Zusammen mit Dekan Wenrich Slenczka segnete er die Räume. Dazu waren Vertreter sämtlicher CSU-Arbeitsgemeinschaften aus der Stadt und dem Landkreis gekommen. Unter anderem Georg Stahl als Vertreter der Senioren-Union. Der Vor-Vorgänger Oetzingers im Landtag fühlte sich fast heimisch. "Hier sind noch ein Schreibtisch, ein Schrank und ein Kreuz von mir."
Die sollen möglichst lange dort bleiben, wünschte Landrat Andreas Meier Oetzinger: "Ich bin mir sicher, dass du das Vertrauen der Bürger rechtfertigen wirst und aus dem fünfjährigen Mietvertrag ein viel längerer wird." Lothar Höher vertrat die Stadt Weiden und hob den guten Standort des Büros hervor. "Wir wollen ja aus dem Areal zwischen Regionalbibliothek, Museum, VHS und Seltmann-Haus mal die Kultur-Scheibe machen." Höher entschuldigte OB Kurt Seggewiß: "Er wäre gerne gekommen, er schätzt dich sehr", richtete er dem Abgeordneten Grüße aus. Dessen Ständige Vertretung in der Oberpfalz ist wochentags außer donnerstags immer für Bürger geöffnet. Ansprechpartner sind neben Dominik Baschnagel die Rothenstädterin Marion Herdam und die Altenstädterin Elfriede Nemec-Losert.













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