Weiden in der Oberpfalz
23.12.2023 - 00:20 Uhr

Stimmig eingestimmt: Jazzrausch Bigband liefert begeisterndes Doppelkonzert in Weiden

Die Jazzrausch Bigband gehört in Weiden inzwischen zu Weihnachten wie Christkindlmarkt und Hochamt in der Josefskirche. Am Freitag sorgten die 19 Musiker aus München gleich zweimal für eine stimmige Vor-Bescherung beim Sündikat.

Die 19 Musiker der Jazzrausch Bigband auf der Bühne in Weiden. Bild: Würth, Wolfgang
Die 19 Musiker der Jazzrausch Bigband auf der Bühne in Weiden.

Wie das Christuskind – Alle Jahre wieder kommt die Jazzrausch Bigband Ende Dezember nach Weiden, um beim Sündikat mit ihrem Weihnachtsprogramm aufs nahe Fest einzustimmen. Am letzten Freitag vor Heiligabend spielten die 19 Musiker um Posaunist Roman Sladek diesmal sogar zwei ausverkaufte Konzerte vor jeweils Rund 200 Besucher im Saal des ehemaligen Ring-Kinos, eines um 18 Uhr und nochmal um 20.30 Uhr.

Wie im vergangenen Jahr oder vor der Coronapause schon in der alten Post begeisterten die Musikerinnen und Musiker aus München mit ihrem dichten, auf den Punkt getakteten Sound als Band und dem hohen individuellen Niveau als Solisten. Das Programm bot jedem der 19 Köpfe auf der vollgestopften Bühne wenigstens musikalisch genug Raum, sich auszubreiten.

Gut anderthalb Stunden füllte die Band mit Klassikern der Advents- und Weihnachtsmusik. Weniger bekannt war im Jazzrausch-Weihnachts-Programm nur das schwedische "Jul, jul, strålande jul". Ansonsten boten die Musikerinnen und Musiker Stücke wie "Tochter Zion", "Kling Glöckchen", "Still, Still, Still" oder auch "Es ist ein Ros' entsprungen".

Nicht jedes Stück erkannten die Besucher mit dem ersten Takt. Wegen der speziellen Jazzrausch-Arrangements reichten manchmal auch zwei oder drein Takte nicht fürs Erkennen aus. Auch "anonym" sorgten die Klassiker aber für perfekte Einstimmung aufs Fest zwischen besinnlich und beschwingt.

Genauso wenig störte an diesem Abend, dass das Programm sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert hat und auch Roman Slateks Moderation dazwischen zum Teil aus den Vorjahren bekannt war. Dank viel Charme und etwas Selbstironie hatte der Jazzrausch-Chef sein Publikum jederzeit auf seiner Seite. Außerdem gehört auch das doch zu Weihnachten: Man weiß was kommt und freut sich trotzdem – oder gerade deshalb. Alle Jahre wieder.

 
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