Weiden in der Oberpfalz
27.11.2018 - 10:11 Uhr

Vom Straßenkind zum Musiker

Früher lebten Patrick und David als Straßenkinder in Uganda und suchte im Müll nach Essen. Um sich vom Hunger abzulenken, trommelten sie auf alten Eimern. Das tun sie auch heute, als "Family Africa" in der St. Markuskirche.

Mit rhythmischen Klängen und Tänzen begeisterten die Musiker aus Uganda das Publikum. Bild: Kunz
Mit rhythmischen Klängen und Tänzen begeisterten die Musiker aus Uganda das Publikum.

"Ich dachte, ich wäre allein, aber ich habe gesehen, dass Jesus sich kümmert" sang die Band in einem Lied. Einige der Musiker sind alte Bekannte in der evangelischen Kirchengemeinde von St. Markus am Hammerweg. Die mitreißende Combo aus Uganda spielte bereits 2016 im Gotteshaus. Schon damals ging es ums Thema Kinder- und Jugendarbeit in Afrika. Viele der Zuhörer standen auf und tanzten zu den mitreißenden Rythmen.

Pfarrer Dominic Naujoks, der selbst zum Teil afrikanische Kleidung trug und schon mehrere Male in Uganda war, hatte die Musikgruppe zum Lobpreiskonzert eingeladen, zu dem die neun Musiker kamen. "Mit der Musik wollen wir auch Danke sagen für die Missionare, die den christlichen Glauben nach Uganda gebracht haben," schilderte Patrick Bruni seine Beweggründe für die Tournee, die "Family Afrika" seit Oktober durch Deutschland und Österreich führt.

Da es in Uganda immer noch viele verwahrloste Kinder ohne Chancen auf Schulbildung gibt, baten sie darum, das Missionswerk "Vision für Afrika" von Maria Prean zu unterstützen, von der Patrick einst adoptiert wurde. So könnte eine Schule fertiggestellt werden, die im kommenden Februar im besonders armen Norden Ugandas ihren Betrieb aufnehmen wird.

Das sehr rhythmische und dynamische Konzert war ein Versuch, Berge zu versetzen, Hindernisse in den Köpfen der Menschen abzubauen. "Vision für Afrika" steht für Zukunftsvision. Es geht darum, armen Kindern in Afrika, die dort keine Fürsorge erfahren, eine Ausbildung zu ermöglichen. Durch die Hilfe vieler Spender ist dieser Traum für viele ein Stück weit Wirklichkeit geworden. Unterstützer des Projekts können Patenschaften übernehmen.

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