19.11.2020 - 15:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Strom in Weiden billiger, Gas teurer

Die Rechnung geht nicht auf. Dafür sorgt der "Einstieg in die Kohlendioxid- Bepreisung", so Stadtwerkeleiter Johann Riedl. Energie wird in Weiden teurer: um etwa 62 Euro pro Vier-Personen-Haushalt im Jahr 2021.

Der Strom der Stadtwerke wird einen Hauch billiger. Aber Wasserkocher bleiben dennoch Stromfresser.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Bereits im Jahr 2020 profitierten die Kunden der Stadtwerke Weiden von stabilen Strompreisen. Für 2021 kann der Energieversorger die Strompreise sogar senken, kündigen die Vorstände Johann Riedl und Christine Melischko am Donnerstag an. Möglich werde dies zum einen durch eine Senkung der EEG-Umlage, die voll an den Endkunden weitergegeben werde. Zum anderen reduzieren die vorgelagerten Netzbetreiber ihre Netzentgelte, was letztlich auch dem Gesamtstrompreis zu Gute komme.

Auch Kanalgebühr und Wasserpreis steigen

Weiden in der Oberpfalz

Für die Kunden im Netzgebiet der Stromnetz Weiden mit einem Stromverbrauch von rund 4 000 Kilowattstunden pro Jahr bedeute dies eine Ersparnis von zehn Euro – allerdings im Jahr.

Nachdem die Stadtwerke erst im Jahr 2011 in den Stromvertrieb eingestiegen sind, zählt der Energieversorger aktuell bereits knapp 7 000 Haushalte in Weiden und im Landkreis zu seinen Kunden.

"Im Gegensatz zum Strom war beim Erdgas eine Preiserhöhung unumgänglich", bedauert Johann Riedl. Haupttreiber für die Preiserhöhung ist die Einführung eines Kohlendioxid-Preises durch die Bundesregierung. Ziel dieser Steuer ist es, die im Klimapaket festgelegten Kohlendioxid-Reduzierungsziele zu erreichen. "Da es sich hierbei um eine staatlich festgelegte Abgabe handelt, haben die Stadtwerke Weiden auf diesen Preisbestandteil leider keinerlei Einfluss." Dennoch konnte aufgrund gesunkener Beschaffungspreise ein Teil der neuen Steuer aufgefangen werden. 35 Prozent der Kohlendioxid-Steuer puffern die Stadtwerke Weiden selbst ab.

Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Erdgasverbrauch von etwa 20.000 Kilowattstunden pro Jahr erhöhen sich die monatlichen Kosten um etwa.sechs Euro. Diese Preiserhöhung bezieht sich jedoch nur auf den jeweiligen Arbeitspreis, der Grundpreis bleibt nach wie vor stabil.

Trotz der Preiserhöhung im Erdgas profitierten Stadtwerke-Kunden nach wie vor von einer zuverlässigen Energieversorgung, einer direkten Erreichbarkeit vor Ort und einem umfassenden und persönlichen Serviceangebot, unterstreichen die Vorstände Johann Riedl und Christine Melischko.

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