Weiden in der Oberpfalz
23.12.2018 - 11:21 Uhr

Stürme, Starkregen und Brände: THW Weiden kämpft mit Klimawandel

Ein ereignisreiches Jahr für das Technische Hilfswerk (THW) Weiden. Die Ehrenamtlichen absolvieren 60 Einsätze und leisten rund 17 000 Dienststunden - fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Ein Grund dafür sei der Klimawandel.

Für langjähriges Engagement beim THW-Ortsverband ehrt Ortsbeauftragter Andreas Duschner (rechts) Hans Grötsch, Jürgen Kurzwart, German Bürger und Lukas Dellinger (von links).	Bild: exb Bild: exb
Für langjähriges Engagement beim THW-Ortsverband ehrt Ortsbeauftragter Andreas Duschner (rechts) Hans Grötsch, Jürgen Kurzwart, German Bürger und Lukas Dellinger (von links). Bild: exb

Ob Dürre oder Starkregen, einsturzgefährdetes Dach oder logistische Hilfe nach Großbränden - jeder der 57 ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks Weiden leistete 2018 im Durchschnitt über 300 Stunden. 2018 wurde der Ortsverband zu insgesamt 60 Einsätzen durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz alarmiert oder direkt von anderen Behörden angefordert.

In ihren Reden dankten der Helfervereins-Vorsitzende Michael Braun und Ortsbeauftragter Andreas Duschner Wenn der Funkwecker klingelt, könne man sich auf die aktive Mannschaft verlassen. In rund 1700 Einsatzstunden waren die Ehrenamtlichen fast doppelt so lange im Einsatz als noch im Vorjahr. Hintergrund waren vor allem größere und anspruchsvollere Einsätze wie die technische und logistische Unterstützung nach dem Brand des Altenheims in Neustadt oder eines Industriegebäudes im oberfränkischen Röslau. Denn auch überregional waren die Weidener Einsatzkräfte mit ihrer Fachgruppe Räumen wieder gefragt, um Glutnester zu beseitigen oder Gebäudeteile niederzulegen.

Im Sommer führten mehrere Starkregenereignisse zu Pumpeinsätzen. Gefolgt von einer Dürre, bei der Fischweiher belüftet werden mussten. So könne durchaus von häufigeren Einsätzen aufgrund des Klimawandels gesprochen werden, teilt der Ortsverband mit. Für einen größeren Einsatz sorgte auch das Sturmtief "Fabienne", infolgedessen eine Gruppe sogar 13 Stunden lang im Einsatz war, um Bäume von mehreren Bahnstrecken zu entfernen. Darüber hinaus wurden im Stadtgebiet wieder zahlreiche Geschäfte und Gebäude nach Einbrüchen oder Bränden fachgerecht im Auftrag der Polizei oder der Feuerwehr gesichert.

Größere Maßnahmen waren ferner unter anderem die Stromversorgung des "Boxxenstopp" und des Seifenkistenrennens. Im Jahresverlauf haben die THWler über 2900 Ausbildungs- und Übungsstunden geleis-tet und waren 300 Stunden auf Fach- und Führungslehrgängen an den beiden Ausbildungszentren. Das größte Einsatztraining des Jahres war die Hochwasserübung "Protective Sand" im Sommer in Floß. Die Jugendgruppe mit 10 Mitgliedern hat in 1300 Stunden Ausbildungen abgehalten und Freizeitaktionen wie zum Beispiel Geo-Caching gestartet.

Besonders hob Duschner die hervorragende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, der Polizei und dem Roten Kreuz, ferner mit der Integrierten Leitstelle hervor. Es habe sich eine echte "Katastrophenschutz-Familie" gebildet.

Für ihre Treue zum THW Weiden, das überdurchschnittliche Engagement und die langjährigen Dienste ehrte der Ortsverband Johann Grötsch und Jürgen Kurzwart (jeweils 30 Jahre), German Bürger (25 Jahre) und Lukas Dellinger (10 Jahre). Alle vier seiengute Beispiele dafür, dass das THW zu einer zweiten Familie werden könne.

 
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