Der Landkreis Tirschenreuth und die Stadt Kemnath sind bereits mit im Boot. Ihre politischen Gremien haben der Gründung eines Zweckverbands zur Finanzierung einer Kultureinrichtung in der Nordoberpfalz, so der etwas sperrige Name des Konstrukts, zugestimmt. Der Zweckverband wäre ein Neustart nach dem Aus des Landestheaters Oberpfalz und eine Chance, weiterhin professionelles Theater in der nördlichen Oberpfalz anbieten zu können. Am Montag gab nun der Stadtrat in Weiden nach längerer Diskussion seine Zustimmung zum Beitritt.
Am Dienstag, 29. Juli, soll auch im Kreistag in Neustadt/WN eine Entscheidung fallen. "Es gibt keine Signale, dass nicht zugestimmt wird", habe Landrat Andreas Meier ihm noch am Montag in einem Telefonat versichert, sagte Oberbürgermeister Jens Meyer.
Über den neuen Zweckverband soll die Finanzierung eines künftigen Theaterbetriebs gesichert werden. Diesem würden die zuvor genannten vier Städte und Landkreise angehören. Sie zahlen jeweils folgende Beträge: Landkreis Neustadt/WN 200.000 Euro, Stadt Weiden 96.000 Euro, Landkreis Tirschenreuth 30.000 Euro und Kemnath 10.000 Euro. Weitere Geldgeber haben Zuschüsse in Aussicht gestellt – die Stadt Vohenstrauß, der Landkreis Schwandorf sowie der Bezirk Oberpfalz. Ab dem Jahr 2026 gibt es auch vom Freistaat Bayern Fördergelder. Um den laufenden Theaterbetrieb kümmert sich ein gGmbH, die ebenfalls noch gegründet werden muss.
Die Geschäftsstelle soll vom Landkreis Neustadt/WN wahrgenommen werden. Kraft Satzung übernimmt der jeweilige Landrat des Landkreises Neustadt den Vorsitz des Zweckverbandes, die Stellvertretung hat jeweils der Oberbürgermeister von Weiden inne. In die Zweckverbandsversammlung entsendet der Landkreis Neustadt drei Verbandsräte mit 20 Stimmen, die Stadt Weiden und der Landkreis Tirschenreuth jeweils zwei Verbandsräte mit jeweils neun Stimmen sowie die Stadt Kemnath einen Verbandsrat mit zwei Stimmen. Vor allem darüber gab es im Stadtrat Weiden noch Diskussionsbedarf. Mancher Stadtrat sah Weiden bei der Stimmenverteilung benachteiligt. Am Ende gab´s doch grünes Licht bei drei Gegenstimmen.

















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