Weiden in der Oberpfalz
05.11.2018 - 15:03 Uhr

Tiefe Eindrücke von Äthiopien

Frauen auf der ganzen Welt im solidarischen Gebet vereint. Dies ist der Hintergedanke einer Frauengebetskette. Eine solche Wort-Gottes-Feier in Rothenstadt rückte nun das ostafrikanische Äthiopien in den Blickpunkt.

Auf Einladung des Bezirks Weiden des Katholischen Deutschen Frauenbundes fand die Frauengebetskette mit Wortgottesfeier statt. Bild: Dobmeier Bild: Dobmeier
Auf Einladung des Bezirks Weiden des Katholischen Deutschen Frauenbundes fand die Frauengebetskette mit Wortgottesfeier statt. Bild: Dobmeier

Die Frauengebetskette hat inzwischen ihren festen Platz im Weltmissionsmonat gefunden. Im Fokus der diesjährigen Aktion stand die Kulturnation Äthiopien, bekannt für das urchristliche Erbe seit dem 4. Jahrhundert nach Christus. Eingeladen zu diesem besonderen Gottesdienst hatte der KDFB Bezirk Weiden unter dem Vorsitz von Margit Konze sowie dem Geistlichen Beirat des Bezirks Weiden Heribert Englhard.

In seiner Pfarrei St. Marien in Rothenstadt wiesen die einzelnen Gebetstexte auf die Lebenssituationen und Glaubenszeugnisse der äthiopischen Christen hin. Gerade die Lebensbedingungen der Frauen und Mädchen in Äthiopien, ihre Suche nach dem Frieden in der Heimat, ihre Spiritualität, ihre Lebensfreude - all dies kam in den Texten anschaulich und deutlich zur Sprache.

Gäste aus Sebeta

Musikalisch begleitete den Abend die Rothenstädter Jugendsinggruppe "Somesing" unter Leitung von Monika Lärmer. Dafür gab es viel Applaus. Als besonderen Gast der Feier begrüßte Konze die orthodox-äthiopische Äbtissin Fikirte Mariam Bekele. Mit dem äthiopischen Friedengruß - man gibt sich nicht nur die Hand, sondern sieht sich in die Augen - endete der kirchliche Teil.

Im Anschluss fand eine Begegnung mit Schwester Fikirte und ihren beiden Begleiterinnen von Missio im Pfarrheim statt. Da die Äbtissin vor über dreißig Jahren unter der Obhut von Dr. Alfred Rauch in Regensburg am Ostkirchlichen Institut studierte, konnte sie ihren interessanten Vortrag über Land und Leute ihrer Heimat in fließendem Deutsch abhalten. Mit Begeisterung berichtete sie von vielen Erfolgen ihrer Klostergemeinschaft in Sebeta, Mit ihren Mitschwestern betreut sie etwa viele verwaiste Mädchen. Außerdem unterhält ihr Orden einen Kindergarten sowie eine Schule von der ersten bis zur zehnten Klasse.

Die Mädchen erlernen handwerkliche Berufe und finden so leichter Zugang zur Arbeit. Leider ist trotz spürbarem wirtschaftlichem Fortschritt Äthiopien immer noch eines der ärmsten Länder in Afrika.

Zur ihrer großen Überraschung durften die Zuhörer ein landestypisches äthiopisches Gericht probieren. Maeron Pausch (gebürtige Äthiopierin) und ihre Tochter Melat Sisay hatten ein Büffet mit vielerlei gekochten Gemüsebeilagen sowie Hirsefladenkuchen gezaubert.

Kaffeezeremonie begeistert

Die beiden erklärten außerdem die traditionelle Kaffeezeremonie. Große Begeisterung fand die orientalisch anmutende "Kochbox" mit Kaffeekanne und Röstpfanne. Der Weihrauch mit dem würzigen Duft, wichtiges Utensil bei der Kaffeezeremonie, verführte zur Schnupperprobe. Dafür und für das tolle Büffet gab es für Pausch herzlichen Dankesapplaus. Ebenso für Schwester Fikirte und ihre Begleiterinnen. Konze dankte auch Pfarrer Englhard und allen Helfern vom KDFB Rothenstadt.

 
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