Tödliche Oberpfalz: Mord wegen eines Pfennigs

Weiden in der Oberpfalz
07.02.2022 - 08:46 Uhr

Das Grauen kommt in eine damals bekannte Weidener Künstlerfamilie als ein Metzgerlehrling im Jahr 1985 die zehnjährige Tochter Eva grausam ermordet. Das Mädchen muss für eine lächerliche Beute sterben: ein Pfennig.

Der Mord an der zehnjährigen Eva aus Weiden sorgte in der Region für Entsetzen. In Folge 12 des Podcasts "Tödliche Oberpfalz" dreht sich alles um den Fall

„Wenn Du nur einen Funken Anstand im Leib hast, dann weißt Du, was Du jetzt zu tun hast“, sagte der leitende Weidener Ermittler an Silvester 1985 zu einem 17-jährigen Metzgerlehrling. Dann spielte er ihm ein Tonband vor. Darauf ist ein verzweifelter Vater zu hören, der der Polizei berichtet, dass er soeben seine zehnjährige Tochter blutüberströmt tot in der Wohnung gefunden hat. Der junge Mann, Anführer der Mofarocker-Gruppe „Soldiers“ vom Weidener Hammerweg, bricht zusammen. „Ja, ich war's“, gesteht er kleinlaut.

Einer der grausamsten Kriminalfälle in der Stadt Weiden hatte sich in der Nacht vom 25. auf den 26. November 1985 abgespielt, vier Wochen lang tappte die Kriminalpolizei im Dunkeln, nachdem die zehnjährige Eva im Hause ihrer Eltern gefunden worden war. Das Mädchen wurde brutal mit den Händen gewürgt, dann stach ihm der Täter mit einem 30 Zentimeter langen Pizzamesser in die Gurgel. Schließlich verknotete er ein Bein ihrer Hose um den Hals. Die Mutter ahnte nicht von dem Grauen - sie schlief im Schlafzimmer nebenan, hörte nichts durch die massiven Steinwände.

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In Folge 12 unseres Podcasts "Tödliche Oberpfalz" hat sich das Moderationstrio Mareike Schwab, Alexander Unger und Vanessa Lutz intensiv mit dem sogenannten Hammer-Mord auseinandergesetzt. Es geht um einen schrecklichen, weil sinnlosen Mord, aber auch um das damalige Weidener Milieu, aus dem der Täter stammte. Als Expertin zur Verfügung steht diesmal Beate Wölfl aus Nürnberg vom Verein Treffpunkt e.V.. Der Verein unterstützt Angehörige von Inhaftierten.

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