19.07.2019 - 15:53 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Über 10.000 Euro weg – Rentnerin fällt auf Trickbetrüger rein

Weil sie glaubt, ihrem Neffen zu helfen, übergibt eine Weidener Rentnerin über 10.000 Euro an Trickbetrüger. Erst spät fällt der Betrug auf. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt insbesondere ältere Bürger vor dem bekannten Enkeltrick.

Einen niedrigen fünfstelligen Betrag übergab eine Weidenerin am 16. Juli in der Mooslohstraße an einen Unbekannten, weil sie am Telefon auf Trickbetrüger hereingefallen ist.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Am Dienstagnachmittag, 16. Juli, erhält eine Seniorin aus Weiden einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung: Gewiefte Trickbetrüger, welche die 74-Jährige so manipulieren, dass sie glaubt, mit ihrem Neffen zu telefonieren. Auf die Bitte des vermeintlichen Verwandten hin hebt sie einen niedrigen fünfstelligen Betrag von ihrer Bank ab. Anschließend übergibt die Frau das Geld in der Mooslohstraße an einen ihr völlig unbekannten Abholer, den der "Neffe" am Telefon angekündigt hatte. Nach der Geldübernahme verschwindet der Kriminelle in Richtung Rewe. Erst, als die Rentnerin das Geld von ihrem verdutzten Neffen zurückfordert, fällt der Betrug auf.

Der Unbekannte ist laut Polizeibericht etwa 50 Jahre alt, 160 bis 165 Zentimeter groß und schlank. Er trug einen anthrazitfarbenen Pullover, ein helles Hemd, eine dunkle Stoffhose und schwarze Sneaker.

Die Kriminalinspektion Weiden hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise: Wer hat am Dienstag im Laufe des Tages und insbesondere in den frühen Nachmittagsstunden in und um die Mooslohstraße Personen bemerkt, die zu der Täterbeschreibung passen oder kann sonst sachdienliche Angaben machen? Unter Telefon 0961/401-291 werden Mitteilungen hierzu aufgenommen.

Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, vor der bekannten Masche zu warnen. Insbesondere ältere Bürger seien durch die perfiden Tricks gefährdet. Auf keinen Fall solle Geld an Unbekannte ausgehändigt werden. Zudem empfehlen die Beamten: "Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen." Misstrauen empfehle sich vor allem dann, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte ausgeben, die als solche nicht erkannt werden. Zur Überprüfung sollen beim Anrufer Dinge erfragt werden, die nur der richtige Verwandte wissen kann.

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