13.08.2019 - 17:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Umbau bei K&L Ruppert hinter den Kulissen

Im Bekleidungshaus K&L Ruppert geht es bei der Aktion "Alles-muss-raus" um mehr als nur darum, den Sortimentswechsel vorzubereiten. Hier sind tatsächlich Bauarbeiten geplant, die allerdings "hinter den Kulissen" über die Bühne gehen.

Räumungsverkauf - wegen Sortimentswechsels, aber auch um nötige Modernisierungsarbeiten im Modehaus K&L Ruppert zu ermöglichen.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Das Modehaus mit Zentrale in Weilheim spürt den Aufwind: Mit der geplanten Übernahme von verbliebenen 40 Filialen durch die Augsburger Schmid-Gruppe zum 1. September haben die etwa 1000 verbliebenen Mitarbeiter von K&L Ruppert wieder größere Sicherheit. Ein deutlicher Fingerzeig sind die geplanten Investitionen, die sich in Weiden andeuten. So bestätigt ein Sprecher des Modehauses, dass darüber derzeit mit dem Vermieter intensive Gespräche geführt werden.

Am liebsten sofort bauen

Vor inzwischen 31 Jahren zog K&L von der Weigel- in die Dr.-Pfleger-Straße. "Das Haus, obwohl stets vernünftig unterhalten, ist zum Beispiel energetisch nicht mehr frisch. Heiz- und Lüftungstechnik sind überaltert. Wir würden am liebsten sofort anpacken", verlautet aus der Konzernzentrale. Bei den Planungen sei die Kostenaufteilung zwischen Mieter und Vermieter zu regeln. Die "sehr umfangreiche und tiefgehende Modernisierung der Haustechnik" solle in der nächsten Saison dann - "hinter den Kulissen und weitgehend von den Kunden unbemerkt" - über die Bühne gehen.

Erst 2017 wurde der Mietvertrag langfristig verlängert. Dieser bleibe auch von einem Verkauf des zweigiebeligen Gebäudes, den der Eigentümer seit eineinhalb Jahren anstrebt, unberührt. Zu Beginn 2018 war die Hamburger Herkules-Group mit dem Verkauf beauftragt worden.

Für die 3623 Quadratmeter Nutzfläche sollten stattliche 7,5 Millionen Euro fließen. Die Nachfrage für das Haus "in bester Lage" blieb allerdings gering. In der Insolvenz-Phase von K&L Ruppert gab es 2018 von der Stadt Weiden die Idee, hier für das Sozialbürgerhaus fehlende Flächen anzumieten.

Guter Standort

K&L habe eine Umsiedlung ins NOC geprüft, aber sich für den bisherigen Standort entschieden. "Hier stimmt das Gesamtpaket." Mit großer Wahrscheinlichkeit, so der Sprecher, mache sich die Übernahme Schuh-Schmid auch in den Ruppert-Filialen bemerkbar. "Wir werden uns die Sortimente in beiden Häusern ansehen und prüfen, wie wir sie attraktiv für den Kunden verbinden können."

Schuh-Schmid betreibt neun Filialen (bis 12 000 Quadratmeter), nicht nur mit Schuhen, sondern auch mit Textilien und Sportartikeln.

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