(uz) "Jede Kommune, die es schafft, zum Schutz irgendwelcher Wasserschnecken oder Hamster in ihrem Einzugsgebiet die Monstertrasse zu verhindern, blockiert damit die gesamte Leitung und schafft Luft", sagte am Freitagabend der umweltpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke, Ralph Lenkert, zum Thema "Monstertrassen und Energiewende" im "Bräuwirt". Ali Zant, Landtagskandidat der Linken, begrüßte den Gast.
Jede Verzögerung helfe, ein Umdenken bei den Verantwortlichen zu bewirken und zu untermauern, wie offensichtlich überflüssig diese Leitung sei. Denn eines müsse man wissen: Bei dieser einen Monstertrasse werde es nicht bleiben. Ein zweiter Süd-Ost-Link sei schon im Gespräch. Dabei sei die Errichtung des einen allein schon Unsinn, weil er gar nicht gebraucht werde. "Wir müssen Widerstand leisten."
Der Netzausbau werde solange vorangetrieben, solange er politisch und gesellschaftlich durchführbar sei, sagte Lenkert. Noch hätten es Bundestag und Bundesrat in der Hand, die Trassen zu verhindern. "Deswegen ist es wichtig, dass wir andere Landesregierungen bekommen." Es handle sich nämlich um kein Zustimmungsgesetz.
Schwieriger sei es, auf kommunaler Ebene gegen den Süd-Ost-Link vorzugehen. "Die Einspruchsfrist ist vorbei." Der Bundestagsabgeordnete plädierte für eine Preiszonentrennung zwischen Nord- und Süddeutschland, die den Strompreis für den Norden verbillige und für den Süden verteuere, was aber durch den Wegfall der Leitungstransportkosten wettgemacht würde. "Aber die Bundesnetzagentur spielt nicht mit."
"Diese volkswirtschaftliche Berechnung hat man nicht gemacht, weil ja niemand diese Preiszonentrennung will." Lenkert: "Wir haben das mal berechnet. Obwohl der Preis im Süden um 25 Prozent steigen würde, würde es billiger, weil die Netzentgelte, die man mit den Trassen mehr bezahlen müsste, einfach nicht da sind." Den Stromversorger an den Transportkosten zu beteiligen würde den Strompreis rapide senken. Die Linke sei für eine regionale Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Auf keinen Fall sollte zugelassen werden, das zentralistische Stromsystem über Jahrzehnte zu manifestieren. Monstertrassen würden nicht, wie behauptet, Versorgungsausfälle sichern. Die könnten auch über Biogasanlagen entschärft werden. Auch seien die Leitungsverluste hoch, die der Endverbraucher über Umlagen mitbezahlen müsse.













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