Weiden in der Oberpfalz
14.09.2018 - 10:42 Uhr

Vereine als sozialer Kitt der Stadt

Die Ehrenamtskarte wird bald kommen und Zuschusskürzungen der Stadt für Vereine wird es nicht geben. Das erfahren die Vertreter beim Vereinsempfang des SPD-Stadtverbandes.

Der SPD-Stadtverband dankt den Weidener Vereinen mit einem Empfang für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Max-Reger-Halle. Bild: Dobmeier
Der SPD-Stadtverband dankt den Weidener Vereinen mit einem Empfang für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Max-Reger-Halle.

Das vielfältige kulturelle und sportliche Vereinsleben bereichert die Stadt Weiden und macht sie erst zu dem, was sie ist, ein liebenswertes Oberzentrum in der Oberpfalz. „Sie setzen sich für eine Sache ein, die über den persönlichen Bereich weit hinausgeht, opfern Zeit und Kraft im Dienste unserer Gesellschaft“, lobte Stadträtin Sabine Zeidler und begrüßte erstmals als Vorsitzende des SPD-Stadtverbands im Namen der Weidener SPD und deren Mandatsträger die Gäste zum großen Vereinsempfang der SPD am Donnerstagabend in der Max-Reger-Halle.

Stellvertretend für die vielen Vereine galt den Leitern der Dachorganisationen mit Vorsitzendem Günther Magerl vom Heimatring, Präsident Reinhard Meier vom Stadtverband für Leibesübungen und Harald Frischholz als Bezirksschützenmeister der Willkommensgruß. Besonders die Jugend erhalte in Vereinen eine sinnvolle Beschäftigung und es gebe im Höchstfall ab zu ein Dankeschön als Anerkennung, sagte Zeidler. Gerade die Anerkennung und Wertschätzung seien eine der "härtesten Währungen". Angesichts intoleranter und undemokratischer Kräfte in unserem Land sollte diesen Tendenzen lautstark entgegengetreten werden.

Als sehr bedenklich nannte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß den ständigen Handykonsum, der auch bei Eltern am Kinderwagen nicht haltmache. Gerade der persönliche Blickkontakt sei kommunikativ so wichtig und werde in den Vereinen vielfältig gepflegt.

Für die über 300 Weidener Vereins bedankte sich Heimatring-Vorsitzender Magerl für die finanzielle Unterstützung bei der Stadt. Viele Gespräche am Rande von Veranstaltungen seien mehr wert als ein Brief, gab Magerl zu bedenken. "Es tut gut und man hört es gerne, wenn man einmal im Jahr den Dank für die erbrachte ehrenamtliche Leistung erhält." Der OB spreche immer vom sozialen Kitt durch die Vereine in der Stadt.

„Machen wir nicht“ lautete der Zwischenruf von OB Seggewiß, als Magerl die Befürchtung aussprach, im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen der Stadt Zuschüsse zu kürzen. Auf Anregung von Magerl erläuterte Seggewiß, dass die vom Sozialministerium finanzierte Ehrenamtskarte auch in Weiden bald eingeführt werde.

An den im Jahr 2013 in die Bayerische Verfassung aufgenommenen Artikel 121 erinnerte Landtagsabgeordnete Annette Karl. Er stelle die Förderung und Wichtigkeit des Ehrenamtes fest. Es sei aber nicht die Aufgabe von Ehrenamtlichen hauptamtliche Kräfte zu ersetzen. "Vereine sind ein Stück Lebensqualität." Karl sagte herzlichen Dank für die Arbeit und ermunterte die Anwesenden, nicht mit ihrem Engagement für unsere Gesellschaft aufzuhören. Die Umrahmung gestalteten die jungen Nachwuchsmusiker Sophia Weber am Akkordeon und Marco Hösl am Schlagzeug aus Schwarzenbach.

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