09.06.2021 - 17:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Versorgung mit Impfstoff nicht verbessert

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Glücksgefühl für Arzt und Patient. "Wir haben am Montag durchgeimpft", erklärt Dr. Martin Poschenrieder. Die Hausärzte im Landkreis Neustadt und in der Stadt Weiden würden gerne mehr impfen - wenn es denn mehr Impfdosen gäbe.

Fleißig: Inzwischen haben die Hausärzte in Weiden und Neustadt/WN 23.112 Impfdosen gegen Corona verimpft.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Wie der Ärztliche Koordinator für den Landkreis Neustadt/WN Dr. Martin Poschenrieder betont, sei das Interesse der Bürger groß, das Engagement der Hausärzte ungebrochen. Aber ebenso wie Dr. Matthias Loew, Koordinator für Weiden, verweist er darauf, dass derzeit vor allem die Zweitimpfungen im Mittelpunkt stünden. Doch nicht nur diese saugen am eh schon knappen Kontingent der Impfdosen: Nun können nämlich auch die Betriebsärzte in das Impfgeschehen eingreifen. Poschenrieder rechnet sogar damit, das die Impfdosen in der nächsten Woche für die Hausärzte um gut zehn Prozent gekürzt werden. "Die Versorgung mit Impfstoff hat sich nicht verbessert, und sie wird sich zunächst nicht deutlich bessern."

Die Hausärzte seien aber mit ihrem Impfzahlen durchaus zufrieden. "Wir hatten einen Feiertag und eine Woche Ferien, in denen viele Kollegen im Urlaub waren", sagt Matthias Loew. Die Hausärzte im Landkreis Neustadt konnten in den vergangenen sieben Tagen 810 Erstimpfungen (nun insgesamt 11.762) und 1229 Zweitimpfungen (insgesamt 4046) setzen. Die entsprechende Bilanz macht Loew für Weiden mit 293 Erstimpfungen (nun insgesamt 5679) sowie 274 Zweitimpfungen (insgesamt 1625) auf. Allein zu Wochenbeginn melden die Hausärzte im Landkreis Neustadt/WN 139 Erst- und 455 Zweitimpfungen. In Weiden erhielten zeitgleich 37 Bürger die Erst- und 111 die Zweitimpfung.

Das Impfen funktioniere gut, stellt Poschenrieder fest. "Mir ist bisher nichts Schlechtes zu Ohren gekommen". Es gebe offenbar keine Meldungen über schlimmere Nebenwirkungen. Jeder wünsche sich, dass die Corona-Pandemie endlich vorbei sei. "Jeder, der sich impfen lässt, will sich natürlich selbst schützen, aber auch seinen persönlichen Beitrag für das Wohlergehen der ganzen Gesellschaft leisten", weiß Poschenrieder aus den Beratungsgesprächen. "Wir Ärzte erfahren aber auch viel Verständnis dafür, dass nicht jeder sofort mit seinem Wunschmittel geimpft werden kann." Insgesamt sehen die Hausärztesprecher das Impfgeschehen aber auf einen guten Weg.

Den "Trend zur Zweitimpfung" bestätigt auch das Impfzentrum Weiden. In den letzten sieben Tagen wurden 44 Erstimpfungen, aber 4049 Zweitimpfungen verabreicht. Inzwischen haben 45.104 Bürger im Impfzentrum Weiden und den Außenstellen Pressath und Vohenstrauß die Erst- und 31.023 bereits die Zweitimpfung erhalten.

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