02.01.2020 - 12:22 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

VHS Weiden-Neustadt stellt neues Buch "Hutza-Backstube" vor

„Gut Ding will Weile haben“ – so auch beim neuen Buch „Hutza-Backstube“ der VHS, das eigentlich schon vor Weihnachten vorgestellt werden sollte. Doch die Lieferung hatte sich verzögert. Jetzt ist das Buch endlich eingetroffen.

Sie stellen beim Pressetermin das neue Buch vor: (von rechts) VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz, Fachbereichsleiterin Angelika Meindl und Sparda-Bank-Filialleiterin Tanja Hochholzer sowie Sebastian Schott (links) vom Stadtmuseum und das Team der „Hutza-Backstube“ mit Petra Weismeier (Dritte von links).
von Redaktion ONETZProfil

Sein Titel bezieht sich auf den früher auch in der Oberpfalz verbreiteten Brauch des „Huuzå gëih“. Damit bezeichnete man, so Dr. Sebastian Schott vom Stadtmuseum, das gesellige Zusammensein der Dorfbewohner bei gegenseitigen Besuchen in den Bauernhäusern und Stuben. Dabei erzählte man sich Geschichten und den neuesten Tratsch, musizierte, fertigte Handarbeiten an oder schliss Federn. Unter diesem Begriff könne man auch das gemeinsame Backen fassen.

VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz bezeichnete das Ergebnis des Projekts „Hutza-Backstube“ als „einzigartiges Backbuch“, denn es enthalte neben tollen Rezepten auch kleine interessante Geschichten aus dem VHS-Geschehen. Es begann im Januar 2019 mit dem Backwettbewerb „Auf der Suche nach Omas Lieblingskuchen“. Selbstbacken sei wieder im Trend, frisch Gebackenes schmecke einzigartig – nicht nach Backfabrik mit Backmischungen – und oft seien Omas Rezepte einfach die besten, so lautete die Intention.

Im März 2019 entstand die „Hutza-Backstube“, die zum Start vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro unterstützt wurde.

Das Sozial-Projekt der VHS soll, wie Tanja Hochholzer, Leiterin der Sparda-Bank-Filiale Weiden, ausführte, eine Verknüpfung von Beschäftigung und generationenübergreifendem Austausch schaffen sowie eine neuartige Anlaufstelle für meist ältere Menschen bieten, die gemeinsam ihrer Backleidenschaft nachgehen und dabei neue Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. Hochholzer sicherte für das Projekt weitere finanzielle Unterstützung zu. Angedacht sei auch gemeinsames Backen mit Kindern und eine Zusammenarbeit mit Schulen im Fach "Soziales".

Nach der öffentlichen Ausschreibung des Wettbewerbs wählte eine Jury – versierte Koch- und Backkursleiterinnen der VHS – zehn Rezepte aus, die anschließend von den Hobby-Bäckern verwirklicht wurden, und kürte drei Preisträger mit goldenen Kuchenformen: Die Walnuss-Torte von Gerlinde Lohrer, die „Verschneite Schwarzwälder Kirschtorte“ von Helmut Meier und den Kokos-Schoko-Kuchen von Angelika Janner.

Von Angelika Meindl, VHS-Fachbereichsleiterin Gesundheitsbildung, stammte die Idee, aus den Kreationen ein Buch zu gestalten, dessen Inhalt sie kurz präsentierte. Auf 72 Seiten finden sich darin Rezepte für feine Kuchen-Köstlichkeiten. Pate dafür stehen langjährige VHS-Kursleiterinnen, die Teilnehmer des VHS-Backwettbewerbs und die fleißigen Akteure der wöchentlichen Backstuben-Vormittage unter Leitung von Petra Weismeier in der VHS-Eventküche. Zu diesen sind Interessenten jederzeit willkommen.

Die Lieblings-Rezepte sind nach verschiedenen Teigsorten eingeteilt und umfassen Luftiges aus Biskuit, Hefeteigklassiker, Feines aus Mürbeteig, Quarkteig-Vielfalt, Rührteig-Traditionen, kleine Köstlichkeiten und die Weihnachtsbäckerei. Auch Fotos und Design wurden vom Team der „Hutza-Backstube“ selbst gestaltet. Somit habe das Buch, so Meindl, zumindest im Bereich der Volkshochschulen in der Oberpfalz eine Vorreiterrolle.

In Planung sei eine Weiterentwicklung des Kurses „Hutza-Backstube“ durch Pausenverkauf, durch einen Hutza-Abend mit Musik und durch eine Einbeziehung des Buches in eine entsprechende Kursbuchung. Es ist zum Preis von 15 Euro in der VHS-Geschäftsstelle und in der Sparda-Bank-Filiale erhältlich.

"Hutza-Backstube" - so wie das VHS-Projekt lautet auch der Buchtitel des neu erschienenen Werkes.
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