22.07.2019 - 14:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Viel Lob für Wissenschaftstag

Rückblick auf den Wissenschaftstag: Es ist wohl selten, dass sich die mittlere und nördliche Oberpfalz einer so breiten Öffentlichkeit in Bayern präsentieren kann, wie es am vergangenen Freitag der Fall war. Das tut die Region erfolgreich.

Vollbesetzte Ränge, als Oberbürgermeister Kurt Seggewiß begrüßt.
von Siegfried BühnerProfil

Wer am Wissenschaftstag der Metropolregion Nürnberg in die Sitzreihen schaute konnte, sich davon überzeugen: Weiden und die Region rückten für einen Tag lang so richtig in den Mittelpunkt von Bayern. Sponsoren ermöglichten einen Veranstaltungsetat von über 100.000 Euro.

Die Besucher von außerhalb prägten in sehr hohem Maße das Zuschauerbild. Das Besondere daran, es waren meistens die meinungsbildenden Entscheider, die nach Weiden gekommen waren. Sie erlebten vor allem in den fünf Panels am Nachmittag, was die Region so alles zu bieten hat.

Am Vormittag überwogen eher die übergeordneten Themen wie regionale Strukturpolitik, die bayrisch-tschechische Zusammenarbeit oder, wie im Vortrag des Siemens-Vorstands Klaus Helmrich, die digitalen Prozessketten einer automatisierten Produktion. Die „große Politik“ repräsentierten Europaminister Florian Herrmann und der tschechisch Vizepremier Karel Havlíček. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß nutzte allerdings bereits den Vormittag und stellte den vollbesetzten Rängen im Gustl-Lang-Saal der Max Reger Halle Wirtschaftskraft und Lebensqualität der Region vor. Sein Satz „Wir sind keine Hinterwäldler“ sollte tief ins Gedächtnis der Gäste dringen.

In den fünf Themenblöcken der Panels am Nachmittag präsentierte sich dann die Region im Detail. Einheimische Unternehmenschefs wechselten sich mit Wissenschaftlern, die meisten von der OTH-Amberg-Weiden, ab. Da berichtete beispielsweise Michael Koller, Chef der MMM Group in Stadlern, wie man Krankenhauskeime abtötet und dabei viel Energie einsparen kann. Als Vertreter der Wissenschaft zeigte OTH-Dekan Professor Clemens Bulitta zusammen mit OTH-Professor Steffen Hamm auf, wie digitale Angebote die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Räumen der Oberpfalz verbessern können.

Selten dürften bei einer Veranstaltung so viele Unternehmensleiter oder -vorstände aus der Region mit Vorträgen und Beiträgen in Podiumsdiskussionen zu hören sein, wie am Wissenschaftstag. Die Liste ist lang, dabei unter anderem Witron-CEO Nordamerika Karl Högen, Geschäftsführer der Witt-Gruppe Wolfgang Jess, BAM-Geschäftsführer Marco Bauer, BHS-Corrugated-Chef Christian Engel, C3-Marketingagentur-Geschäftsführer Thomas Franz, Sparkassenvorstände Ludwig Zitzmann und Hans-Jörg Schön, Norbert Samhammer und Anja Reber von der "Four your health"-GmbH, Personalleiter Gerhard Springs von der Horsch-Maschinenbau GmbH, Hans-Jürgen Wittmann von "Germany Trade & Invest", Professor Stephan Prechtl, Geschäftsführer der Stadtwerke Amberg und Andrea Saame von den Oberpfalz-Medien.

Breiten Raum nahm am Wissenschaftstag die grenzüberschreitende deutsch-tschechische Zusammenarbeit, nicht nur wegen der Anwesenheit des tschechischen Vizepremiers, sondern im Vortragsprogramm des Panels Mittel- und Osteuropa ein. Dass der Wissenschaftstag zumindest bei den einheimischen Besuchern sehr gut ankam, kommt aus einer kleinen Umfrage zum Ausdruck. „Rundum gelungen“ lautet das Urteil des Weidener Stadtrats Karl Bärnklau. Für AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther kann man „mit Stolz auf Weiden blicken“. Viele Entscheider seien hier gewesen und hätten von regionalen zukunftsweisenden Themen wie zum Beispiel dem geplanten Denkdorf Halmesricht gehört. VHS-Bereichsleiter Leo Dietrich freute sich, „dass Weiden in den Mittelpunkt gerückt ist und dabei viele Gelegenheit zum Netzwerken bestanden hat“. Richtig begeistert über eine „Ausstrahlungskraft der OTH“ äußerte sich auch Ex-Landtagsabgeordneter Georg Stahl: „Ich bin überrascht über die großen Fortschritte in der Kooperation mit Tschechien.“ Beweis sei auch geführt worden, „dass die Kooperation Franken mit der Oberpfalz funktioniert“.

Gut besucht waren die Panels wie hier "Logistik und E-Commerce" beim Vortrag von OTH-Professor Christoph Pitzl.
Podiumsdiskussionen nehmen breiten Raum ein.
Staffelstabübergabe zwischen Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und OTH-Präsidentin Andrea Klug an die Präsidentin der Hochschule Ansbach, Ute Ambrosius, und die Oberbürgermeisterin von Ansbach, Carda Seidel (Dritter bis Siebte von links).

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