Weiden in der Oberpfalz
22.07.2018 - 14:50 Uhr

Voller Güte und Fleiß

Kaplan Dr. Thomas Hösl verlässt Pfarrei St. Josef - großer Dankgottesdienst mit Stehempfang

Stehempfang mit Sitzgelegenheit. Die Pfarrei St. Josef verabschiedet ihren Kaplan. Dr. Thomas Hösl. Bild: Kunz Kunz
Stehempfang mit Sitzgelegenheit. Die Pfarrei St. Josef verabschiedet ihren Kaplan. Dr. Thomas Hösl. Bild: Kunz

(uz) Am Samstagabend verabschiedete ihn die Pfarrei im Pfarrheim. Vorher feierte St. Josef einen Dankgottesdienst. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Kaplan den Auftrag Jesu: "Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden." Jesus habe Frieden geschenkt. Für Gott zähle, dass wir ihm vertrauen, trotz allen Unfriedens in der Welt. Nicht wir hätten uns unseren Glauben beigebracht, sondern die vielen Generationen unserer Vorfahren. "Glauben kann man nicht machen, denn der Glaube an Christus ist eine persönliche Entscheidung." Die erste Aufgabe eines Priesters müsse deshalb sein: Gott nicht im Weg zu stehen.

Als sie vor vier Jahren nach Weiden versetzt worden seien, seien sie beide Neulinge in dieser Pfarrei gewesen, unterstrich Stadtpfarrer Markus Schmid nach dem Gottesdienst in seiner Laudatio im Pfarrheim. Er erinnerte an das erste Aufeinandertreffen, an die große Baustelle Pfarrheim, die später mit Leben erfüllt worden sei. "Inzwischen sind wir eine bunte Pfarrhausfamilie aus drei Kontinenten, die am Tisch sitzen."

An einem Wegweiser hatte die Pfarrfamilie Geschenke befestigt: eine Geldschnur für den Bücherkauf, eine alte Essenswertmarke, die den Kaplan mangels eines eigenen Herdes an die zweijährige kulinarische Diaspora im Klinikum erinnern sollte. Kaplan Hösl wirkte seelsorgerisch in St. Josef und in der Expositur Letzau. Er war zuständig für Jugendarbeit, DJK, Erstkommunion in Letzau und Krankenhausdienst. Bezeichnend seien sein umfassendes Wissen, sein unkompliziertes Wesen, seine Güte und sein Fleiß, betonte der Stadtpfarrer. "Das Miteinander im Seelsorgeteam und im Pfarrhaus war vorbildlich." Das Zusammenleben im Pfarrhaus wäre ohne ihn so nicht möglich gewesen. Schmid hoffte, dass die Komplexität der Pfarrei eine gute Schule für ihn gewesen sei. Dem Dank schlossen sich die Vereine und Verbände an.

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