Das „Sudhaus Heimgarten“ zeigte am Freitagabend, wie Wirtshaus geht. Zum ersten Mal seit der Eröffnung vor wenigen Wochen gab es ein richtiges Wirtshauskonzert. Und was für eines. Die Band „Tri Hudebnici“ aus dem Raum Amberg spielte auf. Und das Wirtshaus platzte aus allen Nähten. Nichts ging mehr. Wer keinen Platz hatte, stand im Eingangsbereich und wartete geduldig. So muss das sein.
Echte Wirtshausmusi eben. Handgemacht, ehrlich, ohne Firlefanz. Tuba, Akkordeon, Trompete, Klarinette, Gitarre und Schlagwerk: Sechs Musiker, die sich „Drei Musiker“ nennen, das jedenfalls bedeutet der tschechische Name. Und die dabei einen Sound liefern, der mühelos zwischen bayerischer Tradition, alten Schlagern, Balkan-Rhythmen und einem Schuss Jazz pendelt. Mal fetzig, mal gefühlvoll, dann wieder mit einem Augenzwinkern.
Das Publikum war von Anfang an dabei. Gschmader an den Tischen und am Zapfhahn ging’s hoch her. Das Festbier lief, das Helle auch. Dazu gab’s Gulasch mit Knödeln, Brotzeiten, Obazt’n und Sulz. Mehr braucht’s nicht für einen gelungenen Abend.
Die Musiker spielten, solange es den Gästen gefiel. Und es gefiel lange. Immer wieder brandete Applaus auf. Man merkte: Die Leute hatten Lust auf solche Abende. Auf Musik, die verbindet. Auf ein Wirtshaus, das lebt. Auf diese Neubelebung der Gaststätte hatte der Rehbühl lange gewartet.
Für das Sudhaus war es eine Premiere. Und diese Konzertform soll nicht die letzte bleiben. In unregelmäßigen Abständen sind weitere Wirtshauskonzerte geplant. Wenn diese so einschlagen wie dieses, dann wird man sich früh um Plätze kümmern müssen. Auf jeden Fall war es ein Abend, wie man ihn sich wünscht.













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