19.12.2018 - 13:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Volles Seltmann-Haus vor Weihnachten

Vom Bürgermeister über den neuen Dezernatsleiter bis zum Alfonserl alias Waltraud Heimerl lässt sich keiner die Weihnachtsfeiern des Seltmann-Hauses entgehen. Aber mit den kritischen Worten, die es gab, hat wohl keiner gerechnet.

Die Theatergruppe „MimOldies“ sorgt für Stimmung bei der Weihnachtsfeiern im Maria-Seltmann-Haus.
von Externer BeitragProfil
Drei merkwürdige Gäste bei der Weihnachtsfeier.

"Oh du fröhliche Weihnachtszeit" sangen die Besucher der beiden Weihnachtsfeiern des Maria-Seltmann-Hauses. Und da ließen sich so einige blicken. Begrüßt hat alle Seltmann-Haus-Leiterin Susanne Meichner. Bürgermeister Jens Meyer etwa oder den Seniorenbeauftragte der Stadt, Alfons Heidingsfelder sowie den neuen Dezernatsleiter des Amt für Familie und Soziales, Wolfgang Hohlmeier. Gesucht aber wurde ein anderer: der Weihnachtsstar.

Denn im besinnlichen Teil der Veranstaltung war ein Weihnachtsspiel der Höhepunkt: Im Stile bekannter Fernsehsendungen suchte eine Jury, gespielt von Axel, Poy, Erni Liebwein und Else Kraus, den Weihnachtsstar. Aber die Kandidaten, der Hirte (Waltraud Voit), der Stern (Jutta Wolfrath) und der Engel (Waltraut Heimerl), kommen vor lauter Sensationslust der Jury gar nicht dazu, ihre Geschichte zu erzählen. Erst als zwei Zuschauer (Renate Grasser und Helga Schlosser) eingreifen und als Hilfsjury fungieren, können Hirte, Stern und Engel ihre Botschaft von Weihnacht unter die Leute bringen.

Die Volksmusikgruppe des Maria-Seltmann-Hauses unter dem neuen Leiter Hermann Lang hatte die Veranstaltung mit Saitenmusik von Zither, Hackbrett, Gitarre und Bass. Abwechselnd mit Liedern des Singkreises unter dem Dirigat von Irmgard Schott und besinnlichen Weisen des Instrumentaltrios "Zwischentöne" mit Elfi Bühner und Winfried Siller und Gerhard Arnold eröffnet. Der Leiter der Theatergruppe "MimOldies", Winfried Bühner hatte mit seinem Team ein abwechslungsreiches zusammengestellt, das von Hans Hofmann moderiert wurde.

Neben Texten und Gedichten, vorgetragen von Else Kraus, Waltraud Voit, Renate Grasser und Winfried Bühner, war es zunächst der Nikolaus, der vor allem den Politikern die Leviten las, und dann alle ermunterte, trotz der vielen Missstände allerorts nicht zu resignieren, sondern als aktive Bürger die Gesellschaft zu gestalten und dem rechten Mob keine Chance zu geben. Mit zwei heiteren Sketchen sorgten die "MimOldies" für Schmunzeln: So war es der neugierige Sepperl, gespielt von Helga Schlosser, der seinen Vater (Axel Poy) mit ständigen Fragen zum trauten, hochheiligen Paar so nervt, dass er das Lied "Stille, Nacht" mit dem "O Tannenbaum" austauschen will. Im zweiten Sketch versuchte die Mutter (Jutta Wolfrath) vergeblich eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen; zu sehr war der Sohn Alfonserl (Waltraut Heimerl) auf seine Geschenke fixiert und der Vater (Erni Liebwein) war nur in Sorge, dass es die Pfälzer zum Sauerkraut "net zerreißt".

Szenischen Erzählung, vorgetragen von Else Kraus, über drei merkwürdige Gäste an der Krippe folgen: die Lebensfreude (Helga Schlosser), die Zeit (Renate Grasser) und die Liebe (Jutta Wolfrath). Sie weisen auf das Schicksal und die Bedeutung Jesu für uns alle hin: Die Welt steht seit der Geburt Christi unter einem neuen, guten Stern.

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