Der 1. Eishockeyverein (EV) Weiden kann sich über die Unterstützung von über 800 Mitgliedern freuen. 829 um genau zu sein, waren es zum 30. Juni. An deren Spitze steht seit der vergangenen Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand. Dabei bleibt Thomas Siller als Vorsitzender unverändert. Doch schon auf dem Stellvertreter-Posten gibt es eine Neuerung: Benjamin Zeitler übernimmt diesen künftig.
"Ich habe lange überlegt", erklärte Zeitler, der für die CSU im Weidener Stadtrat sitzt. Er sei der Überzeugung, dass der Verein einen Mann mit einem großen Netzwerk im Rücken brauche. "Ich bringe Begeisterung und Kontakte mit. Die Stadt steht mit 120 Prozent hinter dem EV Weiden." Den bisher nicht besetzten Posten des dritten Vorsitzenden übernimmt künftig Tilo Gnädig.
Schwierigkeiten durch Corona
Siller erklärte, er sei nur deshalb noch einmal zur Wiederwahl angetreten, weil er sich Hauptsponsor Stefan Ziegler eng verbunden fühle. "Die Ziegler-Group hat uns in vorbildlicher Weise unterstützt." Thilo Häberl und Angelika Schönig sind Kassenprüfer. Zuletzt ernannte Siller Jens Maschke und Matthias Wirth zu Abteilungsleitern im Bereich Eishockey und Yvonne Kuiper zur Abteilungsleiterin der Eiskunstlauftruppe.
Als langjährige Mitstreiter verabschiedete der Vereins-Boss seinen bisherigen Stellvertreter Tobias Hacker und die beiden Mitarbeiter in der Geschäftsstelle, Alexandra Schröpf und Wolfgang Schalamon. Beim Rückblick auf die vergangenen Pandemiejahre, verriet Siller, dass "Corona wie ein Schlag ins Gesicht gewesen ist". Der vorzeitige Saisonabbruch habe viele Kinder vertrieben. Der Wiederaufbau der Kinder- und Jugendmannschaften habe aber geklappt.
Weniger Ausgaben
Siller konnte dem Corona-Einbruch etwas Gutes abgewinnen: "Die Saison 2020/21 haben wir mit einem fetten Plus abschließen können." Warum? Wegen Corona habe der Verein keine Ausgaben mehr gehabt. Besonders im Personalbereich. Inzwischen falle das Jahresergebnis wieder deutlich geringer aus. Die Lage habe sich normalisiert. Man sei, auch was den Nachwuchs betreffe, wieder auf dem richtigen Weg. Seit Mai habe der EV mit Peter Hampl einen dritten hauptamtlichen Trainer verpflichtet.
Man versuche mit dem Besuch in Kindergärten und Schulen und in enger Zusammenarbeit mit den Blue Devils die Anwerbung neuer Eishockey-Stars zu vertiefen. Künftig spielten neun Mannschaften im aktiven Betrieb. Siller sprach von 135 absolvierten Spielen und 26 Turnieren, von 160 Nachwuchsspielern und 40 Eiskunstläuferinnen. Neben drei hauptamtlichen und neun nebenberuflichen Trainern könne der Verein auf 35 ehrenamtliche Mannschaftsbetreuer und Helfer zählen. "Unser Vereinsziel ist die Förderung des Eishockeys und des Eiskunstlaufs." Daher sei der Verein berechtigt, Spenden entgegenzunehmen und Spendenquittungen auszustellen.
Seit Jahren verzichte der Verein auf einen Schatzmeister. Keiner wollte das Amt übernehmen. Die Arbeit verrichte ein Finanzbuchhalter. Bürgermeister Lothar Höher bedauerte in seinem Grußwort, dass die Blue Devils am Aufstieg gescheitert seien. Trotzdem sprach er von einer tollen Saison und wunderschönen Eishockeyspielen.













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