Weiden in der Oberpfalz
11.06.2019 - 15:45 Uhr

"Er war uns allen ein echter Freund"

Günther Kötteritzsch, der als Vorstand die fast 200 Mitarbeiter starke Firmengruppe Eisen Knorr führte, erliegt einem akuten Herzversagen. Betriebsinhaber Dieter Kirchgeßner betont: "Er war uns allen ein echter Freund."

Günther Kötteritzsch Bild: exb
Günther Kötteritzsch

(wd) Fast 50 Jahre wirkte Günther Kötteritzsch bei der Firma Eisen Knorr. Nur ein Monat war dem Einzelhandelskaufmann, der seit 2006 als Vorstand das Gesamtunternehmen Eisen Knorr AG mit fast 200 Mitarbeitern führte, in der Rente vergönnt: Am 9. Mai verabschiedete er sich aus der Firma, am 9. Juni erlag er einem akuten Herzversagen. Seine Herzschwäche war erst vor kurzem bei den Untersuchungen für die anstehende Chemotherapie, mit der er eine heimtückische Krebserkrankung bekämpfen wollte, entdeckt worden.

Als Sohn von Helmut Kötteritzsch, dem langjährigen Gauschützenmeister, war er in der Stadt Weiden vielen bekannt. Noch bekannter war er jedoch als "Institution" bei Eisen Knorr. Dort begann er im August 1969 - noch am Oberen Markt - mit der Lehre als Einzelhandelskaufmann, war zunächst Angestellter in der Abteilung Großgeräte und Küchen. Damit begann eine Bilderbuchkarriere, die ihn bis in den Vorstand der Familien-AG Knorr führen sollte.

Nach seinem Wehrdienst kam Günther Kötteritzsch in den Betrieb zurück und stieg zum Leiter seiner Abteilung auf, die er um Gartenmöbel und Sanitär erweitern konnte. Nach dem Umzug von Eisen-Knorr in die Pressather Straße 41 bis 49 führte Kötteritzsch ab 1988 die Abteilung Bäderausstellung. Seit 2000 war er Marktleiter für alle Einzelhandelsbereiche. Betriebsinhaber Dieter Kirchgeßner bestellte ihn 2006 zum Vorstand der Firmengruppe Eisen Knorr AG.

"Wir sind von seinem Tod tief getroffen", sagt Kirchgeßner am Dienstag. "Günther Kötteritzsch war ein exzellenter Fachmann, ein fleißiger, ehrlicher Mitarbeiter, vor allem aber war er für mich und meine Familie, aber auch für unsere Leute ein kluger Ratgeber und ein wirklicher Freund. Es ist für uns alle ein schwerer Schlag. Auf ihn konnte man sich verlassen. Er wird uns sehr fehlen", betont Dieter Kirchgeßner. Um das Gesamtunternehmen Knorr in die neue Struktur zu führen, habe Kötteritzsch, der Ende Juli 66 Jahre alt geworden wäre, sogar seinen Ruhestand um zwei Monate verschoben. "Wir waren unser ganzes Leben in der Firma zusammen. Günther Kötteritzsch war bei mir alles, außer Kraftfahrer. Er war uns allen ein echter Freund", erklärt Dieter Kirchgeßner.

Auch seine Frau Monika hatte Günther Kötteritzsch in der Firma kennengelernt. Mit ihr baute er in Mantel sein Haus. Dort pflegte er die Geselligkeit und seine Liebe zum Fußball. Er wurde Mitglied im VfB, den er von 1992 bis 1999 als Vorsitzender führte. In seiner Amtszeit fiel der Sportheimum- und -anbau, der mehr als 700 000 Mark kostete sowie der Wiederaufstieg in die damalige A-Klasse. 1999 verpasste der VfB Mantel knapp den Aufstieg in die Bezirksliga. Er ist VfB-Ehrenmitglied.

Trauergottesdienst am Mittwoch um 14.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Mantel, anschließend Verabschiedung.

 
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