Warnstreiks bei der Post: Pakete und Briefe bleiben in Weiden liegen

Weiden in der Oberpfalz
27.01.2023 - 16:14 Uhr
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Die bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post AG haben Weiden erreicht. Am Freitag wurde der Zustellstützpunkt bestreikt. Auch am Samstag wird ein Großteil der Briefe und Pakete nicht zugestellt werden.

Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, muss sich in Geduld üben. Bei der Deutschen Post wurden am Freitag die Warnstreiks fortgesetzt. Im Tarifstreit legten Briefträger, Paketboten und andere Beschäftigte die Arbeit nieder, um unter anderem ihrer Forderung nach 15 Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Am Zustellstützpunkt Weiden folgten am Freitag ab 5 Uhr früh 44 der insgesamt 100 Beschäftigten dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi.

„Bestreikt werden die Verteilung von Briefen, Paketen und die Postfachanlage in Bahnhofstraße“, wie der örtliche Streikleiter Verdi Bayern, Matthias Than, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mitteilt. Auch am Samstag (28. Januar) dauern die Streiks in Weiden an.

24 Zustellstützpunkte bestreikt

Neben Weiden haben am Freitag auch die Mitarbeiter in den Zustellstützpunkten Schwandorf, Sulzbach-Rosenberg und 21 weitere Standorte die Arbeit niedergelegt. „Sie alle gehören zur Niederlassung Brief in Nürnberg, die ein Gebiet von Mittel- über Oberfranken bis in die Oberpfalz abdeckt“, sagt Than. Die flächendeckenden Arbeitsniederlegungen würden weitergehen. Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit findet am 8. und 9. Februar statt. „Es soll die letzte sein“, hofft der Streikleiter.

Bundesweit legten Mitarbeiter der Gewerkschaft Verdi in der Nacht zum Freitag ihre Arbeit nieder. Nach den Sortierzentren sei verstärkt die Zustellung von Briefen und Paketen betroffen, wie die Pressestelle der Deutschen Post DHL Group auf Nachfrage bestätigt. Dies könne dazu führen, dass Briefe und Pakete erst einige Tage später in der kommenden Woche ausgeliefert werden. „Das gilt auch für Sendungen, die durch unsere Partner im Ausland zugestellt werden.“ Aktuell seien von den Warnstreiks am Freitag bundesweit 17 Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge bei Paket- und rund 10 Prozent der Briefsendungen betroffen.

 
 

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