31.08.2018 - 14:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wasserproblem "eingetütet"

Die Stadtgärtnerei macht mit einem mobilen Bewässerungssystem an den heißen Sommertagen gute Erfahrungen. Vor allem die "Hochzeitsbäume" profitieren davon.

Mobile Bewässerungssysteme bringen Jungbäume durch den trockenen Sommer.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) Die Stadtgärtnerei hat mit einem mobilen Bewässerungssystem an den heißen Sommertagen gute Erfahrungen gemacht. Vor allem die "Hochzeitsbäume" im Weidener Osten profitieren davon.

Wasser ist knapp in diesem Sommer. Die Pflanzen ziehen jedes Tröpfchen aus den Böden. Besonders junge Stauden und Bäume leiden unter dem Wassermangel, die Erde ist zum Teil bis in eine Tiefe von 40 Zentimetern ausgetrocknet. Die Stadt hat an manchen Stellen versucht, das Problem sprichwörtlich "einzutüten". Einige Baumstämme in Weiden-Ost tragen bis knapp einen halben Meter über dem Boden ein grünes Plastikmäntelchen. Einen Wassersack namens "Treegator, eine Erfindung aus den USA", wie Stefan Dürgner von der Stadtgärtnerei auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien erklärt.

"Das Wasser versickert so schnell im Boden, dass wir gar nicht mehr mit dem Gießen hinterherkommen. Der Einsatz von Bewässerungssäcken entlastet uns. Wir haben vor allem Bäume ausgewählt, an denen wir nicht jeden Tag vorbeikommen." Und so profitieren vor allem die von Bürgern und Hochzeitspaaren gespendeten Bäume oberhalb vom "Steineren Tisch" von dem Service.

80 Liter fasst der "Treegator". "Die Wassermenge braucht in etwa bis zu sechs Stunden, bis sie durch zwei kleine Löcher im Sack im Boden versickert ist", sagt Dürgner. Die Handhabung sei einfach und effektiv. "Die Plastikmanschette aus Polyethylen wird um den Stamm gelegt und mit einem Reißverschluss fixiert. Dann kann der Innensack mit Wasser befüllt werden."

Es sei in jedem Fall einen Versuch wert, sagt der Gärtner. "Wir haben vor rund zwei Monaten mit der Bewässerung angefangen. Die letzten Säcke wurden vor zwei Wochen montiert." Und es scheint zu funktionieren. Die jungen Eichen und anderen Laubbäume sehen gesund aus. "Ob sie bei der Hitze der letzten Wochen Schaden genommen haben, werden wir erst in eine paar Jahren wissen. Die Spätfolgen sieht man momentan noch nicht", weiß Dürgner.

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