22.05.2020 - 13:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wechsel an Fraktionsspitze von FDP und Freien Wählern in Weiden

Die Stadträte der FDP/Freie Wähler-Fraktion wählten Christoph Skutella (Zweiter von links) als Nachfolger von Reinhold Wildenauer (rechts) an die Spitze und übten Kritik an der SPD.
von Externer BeitragProfil

Die Stadträte der Fraktion FDP/Freie Wähler haben in ihrer letzten Sitzung einen Wechsel in der Fraktionsführung vollzogen. Christoph Skutella wurde einstimmig zum Fraktionssprecher gewählt und ist damit Nachfolger von Bürgermeister Reinhold Wildenauer, der sein Amt nach der Wahl zum dritten Bürgermeister zur Verfügung stellte.

Skutella betonte, dass er fraktionsübergreifende Sachpolitik für die Stadt machen wolle und die Zusammenarbeit mit allen demokratischen Fraktionen suche. Es gäbe einige Ideen und Initiativen aus den letzten Jahren, die noch nicht umgesetzt seien und von der FDP/Freie Wähler-Fraktion in den nächsten Wochen in den Stadtrat eingebracht würden, so Skutella.

Stadtrat Rainer Sindersberger wünschte dem neuen Fraktionssprecher ein glückliches Händchen und bedankte sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Er zeigte sich sehr erfreut über die Wahl Reinhold Wildenauers zum dritten Bürgermeister, auch wenn er die Aussagen von Ex-Stadtrat Josef Gebhardt absolut nicht nachvollziehen könne und ihm dies die Freude über die Wahl gründlich verhagelt hätte. Sindersberger sicherte Wildenauer, der seit Jahren als Vorsitzender der DJK Weiden und dank seiner Aktivität in vielen weiteren Vereinen einen hohen Stellenwert in der Stadtgesellschaft habe, seine Unterstützung zu. Er könne nicht verstehen, warum Gebhardt ehrenamtliches Engagement gegeneinander aufwiegen wolle und seine Arbeit als Vorsitzender der Tafel über anderes Engagement stelle.

Sindersberger, der die Tafel seit 17 Jahren mit Backwaren beliefert, zeigte sich persönlich sehr enttäuscht über Gebhardts Aussagen. Ebenso hätte er sich von der SPD-Stadtratsfraktion eine stärkere Distanzierung von ihrem ehemaligen Kollegen gewünscht. Sindersberger wies darauf hin, dass gerade Wildenauer und er selbst in der letzten Periode ab und an OB Kurt Seggewiß und der SPD zur Seite gesprungen wären und ihnen zur Mehrheit verholfen hätten.

Politisch, aber auch aus Kollegialität hätte man sich vom SPD-Fraktionsvorsitzenden eine Klarstellung gewünscht, da Gebhardt ja auch den gesamten Stadtrat beleidigt habe, pflichtete ihm Stadtratskollege Bernhard Schlicht bei.

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