16.06.2021 - 18:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden und Kreis Neustadt/WN: Impfstoff bleibt knapp, Nachfrage nach Digitalem Impfnachweis hoch

Im Impfzentrum Weiden und in den Hausarztpraxen lechzen alle nach mehr Impfstoff. Nur wenige Erstimpfungen sind in diesen Tagen möglich. Begehrt ist der digitale Impfpass.

Noch immer steht zu wenig Impfstoff in den Hausarztpraxen und den Impfzentren zur Verfügung.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Mit viel Geduld werden in den Impfzentren Weiden, Vohenstrauß und Pressath und in den Hausarztpraxen in der Stadt und dem Landkreis Neustadt/WN die Spritzen gesetzt. Seit Mittwoch gibt es erstmals wieder ein paar Erstimpfungen (Biontech und Moderna), wie Sebastian Seibert vom BRK im Impfzentrum auf Anfrage mitteilt. Die meisten Dosen von Astrazeneca, Biontech oder Moderna würden jedoch für Zweitimpfungen benötigt. Wie viel davon in der nächsten Woche geliefert wird, sei nicht bekannt.

„Angekündigt sind etwas mehr Biontech-Dosen, vom Vektorimpfstoff Astra und Johnson jedoch weniger“, weiß der hausärztliche Koordinator im Landkreis Dr. Martin Poschenrieder zu berichten. Sein Kollege Dr. Matthias Loew, Sprecher der Hausärzte in Weiden, ist schon froh, dass er am heutigen Donnerstag in seiner Praxis neun Mal Biotech für Zweitimpfungen und eine für den ersten Piks verabreichen kann. Unterm Strich also überall das gleiche Bild: Es gibt nach wie vor zu wenig Impfstoff. Da müssen auch die Patienten geduldig bleiben. Die Diskussionen, sagt Poschenrieder, würden deswegen aber nicht weniger.

Digitaler Impfnachweis gefragt

In dieser Woche sei ganz klar der Digitale Impfnachweis ein Dauerthema. „Die Praxen sind noch nicht an das System angeschlossen. Wir warten auf die Freischaltung der entsprechenden Software-Schnittstellen. Laut Kassenärztlicher Vereinigung soll es bald losgehen.“ Im Impfzentrum erhalten im Moment nur Bürger den Digitalen Impfpass, wenn sie dort geimpft werden. Bereits früher geimpfte Personen würden wohl erst ab Mitte Juli nacherfasst, sagt Seibert. „Bis dahin ist dies nur über die Apotheken möglich.“

Dr. Poschenrieder findet es unterdessen gut, dass die Betriebsärzte mit im Boot sind. „Sie erreichen wieder andere Personengruppen. Jedoch profitieren in der Regel nur die Beschäftigten größerer Arbeitgeber.“ Zu den verabreichten Dosen in den Betrieben auf regionaler Ebene lägen den hausärztlichen Koordinatoren übrigens keine Informationen vor, sagt der Vohenstraußer Arzt. „Wir haben das auf Nachfrage auch nicht erfahren.“ Unklar sei noch immer, wohin die Betriebsärzte ihre Impfungen melden. Aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium heißt es dazu auf Nachfrage: „Sind Betriebsärzte gleichzeitig auch Vertragsärzte, nutzen sie das Meldesystem der Kassenärzlichen Bundesvereinigung.“ Werden sie von Impfzentren unterstützt, würden sie deren System nutzen. In Weiden befinde man sich aktuell noch in der Koordinierungsphase, sagt Sebastian Seibert vom BRK.

Die aktuellen Zahlen der Geimpften (Stand: 15. Juni):

  • Impfzentrum: Erstimpfungen in den letzten 7 Tagen: 62; gesamt: 45 492. Zweitimpfungen: 3614; gesamt: 34 580.
  • Hausärzte Stadt Weiden: Erstimpfungen letzte Woche: 142; bisher: 6069. Zweitimpfungen: 222; bisher: 2835. Gesamt: 8904.
  • Hausärzte Kreis Neustadt: Erstimpfungen letzte Woche: 175; bisher 12 565. Zweitimpfungen: 466; bisher: 6113. Gesamt: 18 678.

Digitaler Corona-Impfnachweis in Apotheken in Weiden und im Landkreis Neustadt

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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