22.07.2019 - 12:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nach "Weiden singt": Loblied auf eine "kuschelige Stadt"

Sing zum Abschied leise Servus ... Leise? Das Chorfest des Fränkischen Sängerbunds (FSB) findet noch länger Nachhall, ist Vizepräsidentin Kerstin Homberg überzeugt.

Kerstin Homberg.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Dass es in ihrer Heimatstadt über zehn Bühnen ging, war die richtige Entscheidung, schwärmt sie nach einem arbeits- und melodienreichen Wochenende.

ONETZ: Frau Homberg, wie haben Sie alles überstanden?

Ausgesprochen gut, nicht zuletzt dank meiner vielen Zuarbeiter. Da nehm ich Ihren Zeitungsfotografen mal dazu. Dass der extra für ein Sängerfoto im Schätzlerbad ins Wasser steigt, ist einmalig.

ONETZ: Was hat Ihnen besonders gefallen?

Sehr gefreut haben mich die vielen Besucher aus anderen Verbänden wie Bayerisch Schwaben, Berlin oder Maintal. Der Schatzmeister des Deutschen Chorverbands war auch da. So etwas schlägt Wellen nach außen.

ONETZ: Kann Weiden davon längerfristig profitieren?

Auf jeden Fall. Wir laufen im FSB wegen unserer Lage ja immer ein bisschen nebenher, jetzt weiß man, dass die Nordoberpfälzer ausgezeichnet singen können. Das hat mir gegenüber ein Professor aus Starnberg ausdrücklich betont. Und die Gäste aus Franken fanden die Stadt sehr kuschelig.

ONETZ: Was ist denn so kuschelig?

Die kurzen Wege in der Altstadt mit den vielen Kneipen, das hat alle begeistert. Und dass vieles unkompliziert ist. Mir hat zum Beispiel jemand aus Bad Brückenau gesagt, dass das wohl nicht überall ginge, so etwas wie das Chorfest mit einer anderen Großveranstaltung wie dem Kinderbürgerfest zu verbinden.

ONETZ: Apropos Kinderbürgerfest. Sie wollten mit einigen Aktionen auch Sängernachwuchs werben. Hat das funktioniert?

In die Karaoke-Wanne beim Kinderbürgerfest stiegen sehr viele Mädchen und Buben. Auch der bulgarische Kinderchor und die Kinder aus Hof-Moschendorf im Pavillon des Parks kamen sehr gut an. Zum Casting in der Max-Reger-Halle hat sich allerdings nur ein einziges Kind gemeldet. Da hätten wir uns schon mehr versprochen.

ONETZ: Was können Sie aus dem Chorfest für ihre Verbandsarbeit in der Oberpfalz mitnehmen?

Wir müssen versuchen, die jetzt freigesetzte Euphorie in Weiden und Umgebung hochzuhalten. Es waren ja auch viele Chöre dabei, die nicht im FSB oranisiert sind. Denen könnte man jetzt Lust auf mehr machen. In Nürnberg ist in zwei Jahren auch wieder Chorfest.

ONETZ: Hat die Logistik im Hintergrund eigentlich funktioniert?

Ja, es hat alles geklappt. Nur eine Auftrittszeit in einer Kirche musste von Vormittag auf Nachmittag verlegt werden. Und wegen des Gewitters am Sonntagmittag verschob sich Einiges auf den Freilichtbühnen. Das ist bedauerlich, aber das ist halt alles live.

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