20.10.2020 - 17:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden: Stadt-Chef in Kurz-Quarantäne, verschärfte Maßnahmen

Bis zu zwei Tage Wartezeit bei Coronatests sind üblich. Bereits nach wenigen Stunden hat Weidens OB Jens Meyer am Dienstag sein Covid-19-Testergebnis in Händen. Derweil läuft die Allgemeinverfügung für den Landkreis Neustadt aus. Entwarnung gibt's aber nicht.

von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Sorgen um Oberbürgermeister Jens Meyer sind unbegründet. Er ist nicht mit Covid-19 infiziert. Am Montagabend hatte ihm die Corona-Warn-App Rot signalisiert und damit den Kontakt mit einer positiv getesteten Person angezeigt. Nach Arztbesuch und Test zog er sich am Dienstagvormittag in Quarantäne zurück. Das Testergebnis lag dann überraschend schnell vor. Es gab Entwarnung. Am Nachmittag leitete Meyer bereits die Etatberatungen. Meyer habe sich in diesen Situationen vorbildlich verhalten, zitiert Stadtsprecherin Roswitha Ruidisch den Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Thomas Holtmeier, der mit dem Stadtoberhaupt im engen Kontakt stand.

Schneller als erwartet ist die Allgemeinverfügung des Landkreises wieder Makulatur. Sie war aufgrund der hohen Coronafälle zum 14. Oktober, ab 0 Uhr, erlassen worden und sollte bis zum 20. Oktober, 24 Uhr gelten. Aufgrund der überarbeiteten Infektionsschutzverordnung der Staatsregierung ("Ampelregelung"), die am Freitag von Ministerpräsident Markus Söder verkündet und am Samstag wirksam wurde, sei die Allgemeinverfügung überholt, bestätigt Landkreissprecherin Claudia Prößl. Die neue bayerische Verordnung schreibe sogar "noch schärfere Regelungen" als die Allgemeinverfügung des Landkreises vor.

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Weiden in der Oberpfalz

Seit Montag gilt in Bayern die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Für die Stadt Weiden, die sich in der roten Phase der Corona-Ampel befindet, gelten damit verschärfte Regelungen für Maskenpflicht, private Feiern und Sperrstunden. In einer neuen Allgemeinverfügung hat die Stadt Weiden nach Auskunft von Pressesprecherin Roswitha Ruidisch nun außerdem am Dienstag festgelegt, an welchen stark frequentierten öffentlichen Plätzen Maskenpflicht und Alkoholverbot gelten.

Neben der Fußgängerzone (werktags von 9 bis 19 Uhr) gilt die Maskenpflicht damit nun auch in allen öffentlichen Gebäude, auf Begegnungs- und Verkehrsflächen (Kantinen, Eingang von Hochhäusern) und auf dem Wochenmarkt (ab 7 Uhr). Auch im Unterricht, bei Messen oder Theateraufführungen sind Masken jetzt durchgängig zu tragen.

Die "rote Ampel" bedeutet für die Gastronomie ab sofort automatisch eine Sperrzeit von 22 bis 6 Uhr. Auch Tankstellen dürfen in dieser Zeit keinen Alkohol verkaufen. In der Fußgängerzone gilt außerdem von 22 bis 6 Uhr ein Alkoholverbot. Auf dem ZOB, dem Großparkplatz Naabwiesen und in städtischen Grünanlagen ist schon immer ein generelles Alkoholverbot in Kraft.

Bei privaten Feiern dürfen außerdem – selbst wenn sie in der Gastronomie abgehalten und die Hygieneregeln eingehalten werden – nur noch Angehörige von zwei Hausständen oder aber maximal 5 Personen zusammenkommen.

Um den Anstieg der Corona-Infektionen zu stoppen und den 7-Tage-Inzidenzwert wieder deutlich unter den jetzigen Wert von 117 zu drücken, ist auch eine hohe Mitwirkungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger gefragt, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz wieder unter 35 sinkt, zeigt die Ampel grünes Licht.

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