29.12.2020 - 17:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden West IV: Stadt informiert zum Bürgerentscheid im Februar 2021

Die Vorbereitungen für den Bürger- und Ratsentscheid zum geplanten Gewerbegebiet Weiden West IV gehen in die heiße Phase. Die Stadt Weiden informiert auf ihrer Homepage und mit einer Broschüre über die wichtige Entscheidung am 14. Februar.

Mit wichtigen Ergänzungen präsentiert die Stadt Weiden in ihrer Informationsbroschüre zum Bürger- und Ratsentscheid den Bebauungsplanentwurf für das Gewerbegebiet Weiden West IV.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Alle Argumente für und auch gegen das Gewerbegebiet West IV seien geprüft und für Rats- und Bürgerentscheid aufbereitet, betont Oberbürgermeister Jens Meyer. Mit Stadtkämmerin Cornelia Taubmann und Wirtschaftsförderer Fabian Liedl stellt er die Informationen vor, die auf der Homepage der Stadt Weiden die Bürger auf den Wahlgang einstimmen sollen. Eine entsprechende Broschüre zu den Entscheiden wird ab 7. Januar an die Haushalte in Weiden verteilt. Meyer verweist darauf, dass bereits im Jahr 2014 bei einem Ratsentscheid die Weidener sich eindeutig für das Gewerbegebiet West IV entschieden hätten. Mit dem Bürgerbegehren des Aktionsbündnisses "Walderhalt statt Gewerbegebiet" werde nun ein erneuter Wahlgang nötig. Der Stadtrat habe mit großer Mehrheit ein Ratsbegehren pro West IV beschlossen, über das ebenfalls am 14. Februar per Briefwahl abgestimmt wird.

Die Bürger würden darüber entscheiden, wie sich die Zukunft der Stadt darstellen solle - "in wirtschaftlicher, kultureller sozialer und auch ökologischer Hinsicht". Niemand wolle den Wald abholzen, in Natur und Landschaft eingreifen. Aber es gehe darum, Arbeitsplätze in der Stadt zu halten und neue zu schaffen, den Betrieben Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten und neue anzusiedeln. "Wichtig und entscheidend sind die Gewerbesteuereinnahmen."

Stadthaushalt finanzieren

Das Oberzentrum Weiden habe große Investitionen in den verschiedensten Bereichen vor der Brust. Allein bei den Schulen lägen Projekte von über 120 Millionen Euro in der Schublade, die die Stadt endlich angehen müsse. Hinzu käme die Finanzierung der Aufgaben, die Weiden als Oberzentrum für die gesamte Region leiste. "Von den Freizeiteinrichtungen bis zum kulturellen Angebot. Das alles ist zu finanzieren. Und dazu brauchen wir eine starke Wirtschaft. Wir müssen sie stärken und unterstützen, besonders dort, wo sie selbst an Grenzen stößt." Einige Betriebe hätten Weiden verlassen, weil sie in der Stadt keinen Platz für ihre weitere Entwicklung fanden,sagt Meyer.

Die Stadt Weiden habe die verschiedensten Alternativstandorte für ein großflächiges Gewerbegebiet geprüft und halte an West IV fest. Weder um Latsch, noch um Neunkirchen, Halmesricht und Maierhof ließen sich die nötigen Flächen bei vertretbaren Eingriffen in Natur und Landschaft generieren. Überall seien wertvolle landschaftliche Böden betroffen. Zugleich würden Siedlungsstrukturen zerstört, und die verkehrlichen Probleme seien auch nicht geringer.

Die Bürger bräuchten für ihre Entscheidung den "sachlichen Input", den Broschüre und Internet-Zusammenfassung böten, betont Stadtkämmerin Cornelia Taubmann. Die Argumente seien abgewogen, zahlreiche Gutachten nochmals vertieft, Retensionsflächen für Regenrückhalt und Grünflächen erweitert worden. Die Stadt nehme alle Bedenken ernst, versichert Taubmann. Auch deshalb würden die Argumente des Aktionsbündnisses Walderhalt gegen West IV in der Informationsschrift zitiert. " Das sehen wir als Gebot der Fairness. Jeder soll sich unvoreingenommen seine Meinung bilden können."

Sachlicher Input

Ab Montag, 11. Januar wird es in gleicher Weise wie die Homepage und die Bürgerinformationsbroschüre auch Ausstellungen geben. Diese werden in den Einkaufscentern NOC und City Center, an der digitalen Informationstafel der SGW Stadtbau gegenüber dem Zentralen Omnibusbahnhof und im Foyer des Neuen Rathauses zum Besuch aufgebaut. Die Ausstellung im Foyer des Neuen Rathauses ist bei Dämmerung auch beleuchtet, so dass eine Information auch in den Abendstunden an den Schaufenstern möglich ist.

Auch das Aktionsbündnis ist aktiv

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